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Ifa: TV-Sender streiten über HDTV-Gebühr

Wer HDTV einmal gesehen hat, wird es immer haben wollen. Diesen Wunsch haben viele Fernsehsender. Inzwischen – muss man dazusagen. Denn die deutschen TV-Stationen haben das hochauflösende Fernsehen lange nicht allzu ernst genommen. In den USA zum Beispiel ist es viel beliebter. Nun streiten sich die deutschen Sender über eine HDTV-Gebühr.

Ein HDTV-Übertragungswagen ist für TV-Sender teuer. Quelle: dpa
Ein HDTV-Übertragungswagen ist für TV-Sender teuer. Quelle: dpa

BERLIN. ARD und ZDF erwarten durch die geplante Einführung einer monatlichen Zusatzgebühr für das hochauflösende Fernsehen (HDTV) einen Vorteil gegenüber den privaten Sendern. „HD+ kann uns einen Wettbewerbsvorteil bescheren“, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter gestern zum Auftakt der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Die Öffentlich-Rechtlichen hoffen auf mehr Zuschauer für ihr Gratisangebot.

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Im Gegensatz zu ARD und ZDF werden Pro Sieben, Sat 1, RTL und Vox künftig nur gegen eine Gebühr in hochauflösender Qualität zu empfangen sein. Branchenkreise gehen davon aus, dass die Zuschauer dafür monatlich rund fünf Euro bezahlen werden müssen. Dieser HDTV-Obulus wird zusätzlich zu den GEZ-Gebühren fällig.

Die Fernsehkonzerne RTL und Pro Sieben Sat 1 wollen in Zusammenarbeit mit dem Satellitenbetreiber SES über die neue Plattform HD+ erstmals eine HDTV-Gebühr einführen. „Der Start ist Anfang November geplant“, sagte ein SES-Sprecher gestern. Dann werden zuerst die verschlüsselten Programme von RTL und Vox in HD zu sehen sein. Im Januar folgen dann die Sender Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1. Notwendig ist der Kauf eines HD+-fähigen Receivers, auch Settop-Box genannt, samt Smartcard. Damit entfällt im ersten Jahr der Nutzung die neue Gebühr. Sie wird erst ab dem zweiten Jahr fällig.

ARD und ZDF fürchten durch die Pläne der SES allerdings eine Verzögerung des Markterfolgs von HDTV. „Es gibt ein großes Durcheinander im Markt“, ärgert sich ZDF-Intendant Schächter. „HD+ sorgt für eine neue Verunsicherung.“ Die Öffentlich-Rechtlichen scheuen grundsätzlich eine weitere Gebühr. „Wir lehnen eine Verschlüsselung unserer Programme ab“, sagt der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust.

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