Iliad Mobilfunker erhöht den Druck auf die Konkurrenz

Nach deutlichen Geschäftszuwächsen erhöht der französische Mobilfunkkonzern Iliad den Druck auf die Konkurrenz. Der Billiganbieter will massiv investieren. Bald will Iliad auch in Italien zum Angriff blasen.
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Der Billiganbieter mischt den französischen Markt mit aggressiven Preisangeboten auf. Quelle: Reuters
Iliad

Der Billiganbieter mischt den französischen Markt mit aggressiven Preisangeboten auf.

(Foto: Reuters)

ParisDer aufstrebende französische Mobilfunkkonzern Iliad erhöht den Druck auf die Konkurrenz. Nach deutlichen Geschäftszuwächsen 2016 will der Billiganbieter den größeren Rivalen mit verstärkten Investitionen weitere Marktanteile abjagen. Dieses und kommendes Jahr sollen dazu jeweils 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro in Frankreich ausgegeben werden, wie das Management am Dienstag ankündigte. 2016 waren es noch 1,3 Milliarden.

Das von Milliardär Xavier Niel gegründete und kontrollierte Unternehmen mischt die heimische Branche seit dem Start seiner Günstigmarke Free 2012 mit aggressiven Preisangeboten auf. Die Zahl der Nutzer wächst beständig. Der Marktanteil stieg im vergangenen Jahr bis auf 18 Prozent. Das Ziel liegt bei 25 Prozent.

2016 steigerte Iliad den Umsatz um sieben Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte sogar um 12,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Damit erzielte der Konzern mit 35 Prozent seine bislang beste Gewinnmarge überhaupt. Dies lag nach Firmenangaben auch daran, dass vermehrt Kunden mit Günstigverträgen sich für teurere Paketangebote entschieden, die etwa auch Breitband-Internet, Fernsehen oder Festnetzanschlüsse umfassen.

Das sind die häufigsten Smartphone-Sünden
Deutschland, deine Smartphone-Sünder
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Smartphone-Sünden: Jeder kennt sie. Das Handy nicht auf lautlos geschaltet, auch während der Verabredung nur „ganz kurz“ auf bei WhatsApp antworten, am Steuer schnell noch eine SMS lesen. Eine Forsa-Umfrage hat die Deutschen befragt, ob und in welchem Kontext sie die meisten Smartphone-Sünden begehen, sortiert nach Alter und Geschlecht. Erstaunlich: Rund 27 Prozent der Befragten, die vierthöchste Zahl im Ranking, will angeblich noch nie Smartphone-Sünden begangen haben. Die Zahl relativiert sich etwas beim Blick auf die Details: So ist die größte Gruppe unter den Sündenlosen mit 49 Prozent die der über 60jährigen. Aber auch acht Prozent der 18 bis 29jährigen begeht angeblich nie einen Verstoß gegen die Smartphone-Etikette. Bei Männern (26 Prozent) und Frauen (28 Prozent) ist das Bild ausgeglichen. Bleibt die Frage: Wo sündigen die übrigen 73 Prozent besonders oft?

Quelle: Forsa

Platz 9: Im Kino Nachrichten checken
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Hierzu lassen sich immerhin die Wenigsten hinreißen – sechs Prozent der Befragten aber können selbst im Kino nicht vom Smartphone lassen. Dabei gilt: Je älter die Altersgruppe, desto besser widersteht sie dem Griff zum Handy. Selbst bei der Ü60-Fraktion aber schauen noch zwei Prozent auch im Lichtspielhaus mal kurz, ob wer geschrieben hat. Bei den 45-59-Jährigen sind es drei Prozent, schon sieben Prozent bei den 30- bis 44-Jährigen. Den Löwenanteil machen wie fast überall die 18- bis 29-Jährigen: 15 Prozent von ihnen können auch im Kinosaal nicht vom Smartphone lassen. Bei den Sündern gibt es etwas mehr Männer (7 Prozent) als Frauen (5 Prozent).

Platz 8: Smartphone noch vor Erlöschen des Anschnall-Zeichens eingeschaltet
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„Flugangst“ scheint für neun Prozent der Deutschen zu bedeuten, im Flugzeug das Handy nicht benutzen zu dürfen. Diese neun Prozent jedenfalls haben ihr Smartphone schon wieder an, noch bevor das Anschnall-Zeichen wieder erloschen ist. Frauen (10 Prozent) haben es dabei noch etwas eiliger als die Männer (8 Prozent). Die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen dominiert hier klar, sie stellen 19 Prozent der Sünder.

Platz 7: Im Restaurant telefoniert
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Ebenfalls neun Prozent haben kein Problem unter „Tischkonversation“ auch ein Gespräch zu zählen, dass man mit einer nicht anwesenden Person per Telefon führt. Männer und Frauen greifen dabei gleich oft zum Hörer (9 Prozent). Die größten Sünder sind diesmal allerdings nicht die 18- bis 29-Jährigen (10 Prozent), sondern die 30- bis 44-Jährigen mit 12 Prozent.

Platz 6: Bei Geschäftsterminen E-Mails auf dem Handy lesen
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Die Unglückszahl: 13 Prozent der Befragten geben zu, auch während offizieller Termine den Blick ins E-Mail-Fach nicht lassen zu können. Männer (14 Prozent) haben dabei knapp die Nase vorn (Frauen kommen auf 12 Prozent). Bei den Altersgruppen liegen die 18- bis 29-Jährigen und die 30- bis 44-Jährigen (beide 16 Prozent) gleichauf, die über 60-Jährigen (10 Prozent) platzieren sich noch vor den 45- bis 59-Jährigen (9 Prozent).

Platz 5: Handy im Wartezimmer nicht lautlos
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Eine Sünde, die mehr auf Vergesslichkeit denn auf Mutwillen beruht: Im Wartezimmer vergessen 23 Prozent, das Handy stumm zu schalten. Frauen (26 Prozent) passiert das deutlich öfter als Männern (19 Prozent). Diesmal macht die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen die kleinste Fraktion aus (14 Prozent), besonders vergesslich sind die 45- bis 59-Jährigen (28 Prozent), gefolgt von den über 60-Jährigen (24 Prozent) und der Fraktion 30 bis 44 Jahre (23 Prozent).

Platz 4: Beim Autofahren Nachrichten checken
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Handy am Steuer? Für 24 Prozent der Befragten kein Problem – zumindest kein großes, denn sie alle hatten das Telefon schon mal während der Fahrt in der Hand. Männer (25 Prozent) sehen das Sicherheitsrisiko Multitasking im Straßenverkehr etwas gelassener als Frauen (23 Prozent). Die Sorglosesten macht dabei die Fraktion der 18- bis 29-Jährigen (49 Prozent) aus. Von Altersgruppe zu Altersgruppe nimmt die Anzahl der Menschen die glauben, problemlos gleichzeitig auf ihr Handy und die Straße achten zu können, dann kontinuierlich ab: Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es noch 36 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 19 und bei den über 60-Jährigen nur noch fünf Prozent.

Bald will Iliad auch in Italien zum Angriff blasen. Dort soll Ende 2017 oder Anfang 2018 ein eigenes Angebot an den Start gehen, wie Firmenchef Maxime Lombardini ankündigte. Iliad will die Chancen nutzen, die sich aus dem geplanten Zusammenschluss der italienischen Töchter von CK Hutchison und Veon ergeben, und strebt einen Marktanteil von 15 Prozent an.

Auch auf dem französischen Heimatmarkt lauern Anbieter auf neue Fusionschancen. Vor einem Jahr waren Gespräche zwischen Branchenprimus Orange und Bouygues Telecom gescheitert. Die Nummer zwei am Markt ist SFR. An der Pariser Börse kam Iliads Geschäftsbericht gut an: Die Aktie lag 2,3 Prozent im Plus.

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