Illegale Exporte nach China
Yamaha im Visier der Fahnder

Der japanische Konzern Yamaha Motors soll illegal Gerät nach China geliefert haben, weswegen die Polizei die Verwaltung durchsucht hat. Es geht um den Verkauf ferngesteuerter Hubschrauber, teilte das Handelsministerium mit.

HB TOKIO. Die gelieferten Fluggeräte mit der Typenbezeichnung RMAX 181 waren nach einem Bericht der Zeitung „Asahi“ für das Besprühen von Feldern mit Pestiziden bestimmt. Die Regierung befürchtet jedoch, dass die Hubschrauber auch für militärische Zwecke verwendet werden können. „Ich hoffe, die Untersuchung wird die ganze Wahrheit ans Licht bringen“, sagte Kabinettsminister Shinzo Abe am Montag. Yamaha-Manager Toyoo Otsubo versprach eine umfassende Zusammenarbeit mit den Ermittlern.

Japan hat in der Vergangenheit wiederholt seine Besorgnis über die militärische Aufrüstung Chinas ausgedrückt. Kabinettssekretär Shinzo Abe sagte auf einer Pressekonferenz, es sei bedauerlich, dass es den Versuch gegeben habe, unrechtmäßig Gerät nach China zu bringen, „das die Möglichkeit eines Umbaus zu einem Transportmittel für Massenvernichtungswaffen bietet“. Er hoffe, dass das Gesamtbild des Vorgangs durch die Untersuchung klar werde.

Ein Sprecher von Yamaha Motor bestätigte, dass die Polizei am Montag Büros der Firma durchsucht habe. Bereits im Dezember sei die Firmenzentrale durchsucht worden. Yamaha Motor habe sich aber nichts vorzuwerfen. „Wir sind die korrekten Wege für den Export gegangen und haben das Gesetz nicht verletzt.“ Yamaha habe seit August 2002 neun der Hubschrauber nach China exportiert.

Die Aktien von Yamaha Motor gaben an der Börse in Tokio am Montag rund 6 Prozent nach.

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