Illegale Musik-Downloads
Universal pocht auf das Urheberrecht

Die Forderung der Piraten nach einer Lockerung des Urheberrechts bezeichnet die Musikfirma als Anarchie. Gegen illegale Downloads müsse hart vorgegangen werden. Doch die Politik vermeidet das Thema lieber.
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BerlinKeine Zugeständnisse an die Piraten: Der Deutschland-Chef der weltgrößten Musikfirma Universal Music, Frank Briegmann, fordert ein hartes Vorgehen gegen illegale Musik-Downloads im Internet. Dazu müsse das Urheberrecht konsequent durchgesetzt werden. „Das Urheberrecht gibt den Künstlern die Freiheit, von ihrer Kunst zu leben“, sagte der Musikmanager dem Handelsblatt.

Damit wendet sich Briegmann gegen Forderungen aus der Piratenpartei, das Urheberrecht deutlich zu lockern, um den freien Austausch von Werken im Internet zu ermöglichen. Auch Forderungen nach einer „Kultur-Flatrate“, die etwa von den Grünen erhoben wurden, erteilte der frühere Bertelsmann-Manager eine Absage. Sie gefährdeten Künstler und die Kulturindustrie.

„Was die Piraten fordern, ist Anarchie. Das ist das Gegenteil von Freiheit“, sagte Briegmann, der das Musikgeschäft in Deutschland, Österreich und in der Schweiz verantwortet.

Er forderte, Internet-Provider gesetzlich zur Kooperation mit Inhalte-Lieferanten zu zwingen. So sollen illegale Downloads effektiv unterbunden werden. Nach französischem Vorbild sollen Nutzer, die geschützte Inhalte illegal herunterladen, zunächst eine Warn-Botschaft erhalten.

Anschließend drohen Sanktionen. In der Politik haben die Musikfirmen keinen leichten Stand. „Geistiges Eigentum ist derzeit kein Lieblingsthema der Politik. Viele haben Angst vor einem Shitstorm im Internet“, sagte Briegmann. Internet-Sperren wie in Frankreich seien hierzulande politisch nicht durchsetzbar.

Gegen solche Pläne machen Internet-Aktivisten seit Monaten mobil. Sie fürchten, das Netz werde so zensiert. Zudem entstünden durch das freie Nutzen von Inhalten neue kreative Leistungen.

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Keine „Kultur-Flatrate“

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  • Universal saugt gigantische Beträge aus dem Kulturmarkt, die den Künstlern verloren gehen. Gefördert werden nur ein paar Top Acts. Die große Masse der Künstler wird mit Peanuts abgespeist.

  • Piraten wollen das Urheberrecht nicht lockern, sondern an den Gegebenheiten des Internets anpassen/reformieren.
    Ziel ist es Urheber wieder in den Vordergrund zu bringen, und nicht die Verwerter wie Univerasl, die ihre Künstler mit wenig geld abspeißen...oder wie im artikel erwähnt nun kohle an den auftritten haben wollen.
    Das Urhg stammt aus einer zeit als das internet nichtmal vorstellbar war.

    es kann doch nicht sein, dass z.b. die GEMA nur max.35% ihrer 870mio Euro Einnahmen an ihre Künstler ausgibt...da muss wirklich mehr rausspringen. Auch dass die GEMA nun 3x mehr Kohle von Disko-Besitzern etc. verlangt ist ein unding....aber hauptsache man kann mit dem Argument "Künstler" kommen...so unterbindet man, dass die Leute 1mal nachdenken.

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