Im ersten Halbjahr mehr Geld verdient
Axel Springer ist optimistisch

Der Berliner Axel Springer Verlag blickt trotz schwieriger Marktlage optimistisch in die Zukunft. Der Medienkonzern hat bereits ersten Halbjahr 2004 wegen Preiserhöhungen und Einsparungen bei Umsatz und Gewinn zugelegt.

HB BERLIN. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) sei auf 134,9 von 119,5 Mill. € im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte Europas größter Zeitungskonzern am Dienstag mit. Der Umsatz legte vor allem dank der jüngsten in- und ausländischen Neugründungen um knapp drei Prozent auf 1,232 Mrd. € zu. Der Verlag erwartet nun auch im Gesamtjahr bei Umsatz und Ebita eine leichte Steigerung, sofern sich das Anzeigengeschäft in der zweiten Jahreshälfte weiter belebt.

Die Axel Springer AG ist Deutschlands einziger börsennotierter Printkonzern und gibt unter anderem die Tageszeitungen „Bild“ und „Die Welt“ heraus.

Zum Umsatzzuwachs trugen den Angaben zufolge sowohl die Vertriebs- als auch die Anzeigenerlöse bei: „Bei den Anzeigenerlösen profitierte Axel Springer von der in einigen Segmenten verbesserten Werbekonjunktur.“ Allerdings sei der Rubrikenmarkt weiter geschrumpft. Wichtigster Ergebnistreiber waren im ersten Halbjahr die Zeitungen, wogegen der Verlag bei Zeitschriften wegen der vielen Neugründungen einen Gewinnrückgang verbuchte.

Besonders schnell wuchs der Verlag im Ausland. Der Konzern steigerte dort den Umsatz um knapp sieben Prozent auf 179,5 Mill. €. Damit erwirtschafte Springer knapp 15 % seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Besonders in den neuen EU-Mitgliedsländern hat Springer zuletzt expandiert. In Polen startete der Konzern beispielsweise erfolgreich die Tageszeitung „Fakt“, in Russland gibt er „Newsweek“ und „Forbes“ heraus. Döpfner nannte Ungarn als wichtigen osteuropäischen Markt, in dem Springer expandieren wolle. Gleichzeitig bekräftige er das grundsätzliche Interesse des Verlages an geeigneten Übernahmen.

Bei seinen Expansionsbestrebungen hatte der Konzern im Mai einen Rückschlag erlitten, als er wegen zu hoher Preisforderungen aus dem Übernahmerennen um die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“ ausschied. Der Konzern verfügte den Angaben zufolge Ende Juni über eine Netto-Liquidität von knapp 93 Mill. € nach 99 Mill. € am Jahresende.

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