Im März steht der Börsengang an: Premiere schafft erstmals operativ schwarze Zahlen

Im März steht der Börsengang an
Premiere schafft erstmals operativ schwarze Zahlen

Der Münchener Bezahlsender Sender hat im vergangenen Jahr erstmals ein Geschäftsjahr mit operativ schwarzen Zahlen abgeschlossen. Premiere strebt nun auch im laufenden Jahr profitables Wachstum an.

HB MÜNCHEN. „Das Ziel 2005 ist profitables Wachstum im Kerngeschäft“, sagte Vorstandschef Georg Kofler im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters in München. Mit Blick auf den für März geplanten Börsengang wollte der Senderchef die bisherige Aussage, wonach Premiere im laufenden Jahr auch unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben soll, nicht wiederholen. „Auf Grund der marktüblichen Regelungen darf ich vor dem Börsengang keine zukunftsgerichteten Aussagen treffen“, sagte Kofler. „Aber nur so viel: Wir haben bisher immer unsere Prognosen erfüllt.“

Kofler zufolge soll Mitte Februar der Zeitplan für das Initial Public Offering (IPO) veröffentlicht werden, die Details sollen bis Monatsende folgen. „Von den Gesprächen, die ich geführt habe, kamen bislang ausgesprochen ermutigende Signale“, ergänzte der Vorstandschef mit Blick auf das Interesse der Anleger.

Umsatz je Abonnement wurde um zehn Prozent gesteigert

2004 hat der Börsenkandidat Premiere nach eigenen Angaben bei einem Umsatzanstieg von 7,2 Prozent auf 984,8 Millionen Euro einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 82,9 (Vorjahr minus 21,2) Millionen Euro verbucht. Unter dem Strich verringerte sich der Verlust auf 80,6 (205,4) Millionen Euro. Eine deutliche Ergebnisverbesserung unter dem Strich dürfte 2005 schon alleine dadurch gesichert sein, dass Premiere 2005 einen Teil seiner Darlehen nicht mehr bedienen muss und hierdurch ein Zinsaufwand von 40,5 Millionen Euro entfällt. Da Kofler mit dem IPO-Erlös auch die Schulden zurückfahren will, sollte die Zinslast noch zusätzlich sinken.

2004 konnte Premiere vor allem im Kernsegment zulegen, während das Geschäft mit Empfangsgeräten (Decodern) planmäßig schrumpfte. So kletterten die Erlöse aus dem Verkauf von Premiere-Abos und einzelnen Filmen (Pay-per-View) sowie Werbung um 165 Millionen Euro auf 880 Millionen Euro. Das Decoder-Geschäft verringerte hingegen den Umsatz um mehr als einhundert Millionen Euro auf 77,3 Millionen Euro. Dieser Rückgang bleibe ein einmaliger Vorgang, sagte Kofler. „Die Hardware-Erlöse haben sich jetzt auf ein angemessenes Niveau im Verhältnis zum Gesamtumsatz eingependelt.“ Den durchschnittlichen Umsatz je Abonnenten (ARPU) im Kerngeschäft steigerte Premiere binnen Jahresfrist um zehn Prozent auf 286 Euro. „Im europäischen Vergleich gibt es hier durchaus noch Luft nach oben“, sagte Kofler.

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