Im Vorstand
Machtkampf bei der Telekom

Der Chef der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke, gerät offenbar immer stärker unter Druck. Nach einem Medienbericht ist ein Machtkampf zwischen ihm und Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick um den Vorstandsvorsitz entbrannt.

HB BONN. Eick wolle Ricke an der Konzernspitze ablösen, meldete die „Wirtschaftswoche“ am Samstag vorab aus ihrer am Montag erscheinenden Ausgabe. Eick sei extrem ehrgeizig und wolle unbedingt Konzernchef werden, wenn nicht bei der Telekom, dann bei einem anderen Unternehmen, hätten Telekom-Manager dem Magazin erklärt. Einer demnächst anstehenden Verlängerung seines 2007 auslaufenden Vertrages als Finanzchef wolle er nicht zustimmen. Selbst wenn Ricke gehen müsse, rücke Eick aber nicht automatisch nach, heiße es in Kreisen des Aufsichtsrates, meldete das Magazin weiter. Ein Telekom-Sprecher sagte am Samstag, Eick habe Berichte über Streitigkeiten zwischen ihm und Ricke bereits als Unsinn zurückgewiesen.

Nach den jüngsten Kursverlusten und der Senkung der Geschäftsprognose wächst die Kritik von Investoren am Kurs der Telekom. Vergangene Woche hatte der Bonner Telekommunikationskonzern die Märkte mit einer Gewinnwarnung geschockt. Ricke steht seither unter Druck: In Medienberichten hatte es geheißen, die Verlängerung seines Ende 2007 auslaufenden Vertrages werde von den Eigentümern in Frage gestellt. Der Manager selbst hatte dagegen sein Verhältnis zur Bundesregierung, die gemeinsam mit der KfW Haupteigner ist, als gut bezeichnet.

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