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In den Vivendi-Zahlen steckt Musik

dpa-afx PARIS. Dank des boomenden Musikgeschäfts und Zuwächsen in der wichtigen Telekomsparte hat der französische Mischkonzern Vivendi Universal seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert. Trotz Problemen im Bereich Fernsehen erhöhte das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr. So rechnet Vivendi Universal für 2005 mit einem bereinigten Gewinn, der über den bisher anvisierten 1,8 Mrd. Euro liegen soll. Die Aktie von Vivendi Universal zog daraufhin am Dienstag an.

Der bereinigte Überschuss sei zwischen April und Ende Juni von 182 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum auf 640 Mill. Euro geklettert, teilte Vivendi Universal am Dienstag in Paris mit. Damit lag er am unteren Ende der Analystenerwartungen, die mit 637 bis 730 Mill. Euro gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal von 4,274 auf 4,622 Mrd. Euro. Der operative Gewinn erhöhte sich von 792 Mill. auf 1,082 Mrd. Euro und lag damit leicht über den Erwartungen.

Im Vorjahr hatten noch hohe Abschreibungen wegen des Verkaufs der amerikanischen Unterhaltungssparte Vivendi Universal Entertainment (VUE) an NBC den Gewinn belastet. Inklusive dieser Abschreibungen hatte Vivendi Universal im Vorjahresquartal einen Fehlbetrag von 1,852 Mrd. Euro ausgewiesen.

Das Unternehmen führte die Ergebnisverbesserungen vor allem auf ein lebhaftes Musikgeschäft und Zuwächse in der größten Sparte Telekom zurück. Außerdem sei die Spiele-Sparte in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem operativen Verlust von 120 Mill. Euro im Vorjahr wies Vivendi Universal Games (VUG) einen kleinen Gewinn von zwei Mill. Euro aus. Der Umsatz kletterte von 71 auf 125 Mill. Euro. VUG habe vor allem von dem neuen Spiel "World of Warcraft" profitiert, hieß es.

Die beiden mit Abstand umsatzstärksten Sparten Universal Music Group und Telekom legten im zweiten Quartal zu. So stieg der Umsatz des Mobilfunkanbieters SFR von 1,986 auf 2,160 Mrd. Euro, der operative Gewinn erhöhte sich von 637 auf 738 Mill. Euro. Universal Music steigerte die Erlöse leicht von 1,043 auf 1,054 Mrd. Euro. Der operative Gewinn verdoppelte sich nahezu von 56 auf 106 Mill. Euro.

Die Canal Plus-Gruppe kämpfte indes weiter mit Schwierigkeiten. So brach das operative Ergebnis hier zwischen April und Juni von 121 auf 66 Mill. Euro ein. Der Umsatz sank leicht von 827 auf 816 Mill. Euro.

An der Börse wurden die Zahlen dennoch überwiegend positiv aufgenommen. Abgesehen von Canal Plus hätten fast alle Sparten im Rahmen der Erwartungen oder sogar darüber gelegen, hieß es. Außerdem sei der Ausblick angehoben worden. Die Aktie des Unternehmens legte am Dienstagvormittag 0,73 Prozent auf 26,24 Euro zu. Der CAC-40-Index gab gleichzeitig um 0,56 Prozent nach und fiel auf 4 466,64 Punkte.

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