In der T-Online-Zentrale schrillen die Alarmglocken
DSL-Preiskampf trifft T-Online hart

Auf dem deutschen Markt für DSL-Zugänge ist ein massiver Preiskampf entbrannt. Um schnell Neukunden zu gewinnen, schicken Wiederverkäufer von DSL-Anschlüssen der Deutschen Telekom wie United Internet, Freenet, AOL und Strato die DSL-Preise in den Keller. „2004 wird ein heißes Jahr im deutschen Breitbandmarkt“, urteilt Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck & Co.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Unter Druck gerät dabei die Telekom-Tochter T-Online, Marktführer mit rund 3,5 Millionen Breitbandkunden. Bis Ende des Jahres will die Mutter Deutsche Telekom eine Million weitere DSL-Anschlüsse an den Mann bringen.

Börsenanalysten fürchten dabei einen „desaströsen“ Verlauf für T-Online. Der Grund: Bis Herbst 2003 mussten Neukunden erst den DSL-Anschluss bei der Telekom bestellen und danach separat den Internetzugang – oft genug direkt bei T-Online. Jetzt bekommen Neueinsteiger bei jedem Wettbewerber alles aus einer Hand, also etwa von AOL einen DSL-Basisanschluss der Telekom direkt mit AOL-Zugang.

„Für AOL war der DSL-Start durchaus erfolgreich. Wir haben in Deutschland schon einen Marktanteil im Breitbandbereich von rund 13 Prozent“, freut sich AOL-Sprecher Mathias Hajek. Der billigste Volumentarif (AOL DSL 1 000) kostet hier 4,90 Euro im Monat. Volumentarife bieten zeitlich unbegrenzten Zugang bei limitierter Datenmenge.

Preisbrecher wie Microsoft MSN locken mit Einsteigertarifen von unter drei Euro. Wer als privater Surfer weder Musiktauschbörsen nutzt, noch stundenlang Internetradio hört, kommt für Websurfen, E-Mails und Instant Messaging mit übertragenen Datenvolumen von ein bis drei Gigabyte (GB) gut hin. Hier ist die Marge der Anbieter hoch. Teuer können „Flatrates“ werden, bei denen die Kunden unlimitiert Daten übertragen dürfen. Sie sind kaum kalkulierbar für die Anbieter.

Die United Internet-Tochter GMX verschenkt gar einen Internetzugang mit 1 GB Volumen, wenn der DSL-Anschluss über GMX bestellt wird. „Das ist kein zeitlich befristeter Einführungstarif“, betont Sprecherin Marion Schanzler. Selbst Satelliten-Webanbieter Strato AG („SkyDSL“) ist vor wenigen Tagen in den Festnetz-DSL-Markt eingestiegen. „Wir streben einen niedrigen zweistelligen Marktanteil bei DSL-Neuzugängen an“, sagt Strato- Aufsichtsratschef Rochus Wegner. Für die ersten drei Monate kann der Strato-Neukunde für 6,95 Euro monatlich unbegrenzt surfen.

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