In eigener Sache
Handelsblatt-Chefredakteur Steingart wird Geschäftsführer

Wechsel an der Spitze der Verlagsgruppe Handelsblatt: Der derzeitige Chefredakteur Gabor Steingart wird Geschäftsführer, die Redaktion leitet künftig Hans-Jürgen Jakobs von der Süddeutschen Zeitung.
  • 6

DüsseldorfGabor Steingart (50), seit April 2010 Chefredakteur des Handelsblatt, wechselt zum 1. Januar 2013 in die Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt. Er wird den Vorsitz in der Geschäftsführung übernehmen und sich als Minderheitsgesellschafter an der Verlagsgruppe beteiligen. Ferner wird er der Redaktion des Handelsblatts als Herausgeber auch künftig eng verbunden bleiben.

Hans-Jürgen Jakobs (56), von 1993 bis 2001 Wirtschaftsredakteur beim „Spiegel“, von 2006 bis 2010 Chefredakteur bei „sueddeutsche.de“ und seither Ressortleiter Wirtschaft bei der „Süddeutschen Zeitung“, wird im Laufe des ersten Halbjahrs 2013 neuer Chefredakteur des Handelsblatt. Er wird – wie zuvor Steingart auch – die gedruckte Zeitung und die Onlineausgabe verantworten. Der Chefredaktion der Zeitung gehören ferner die Stellvertreter Sven Afhüppe, Peter Brors sowie Michael Inacker an. Handelsblatt-Online-Chefredakteur bleibt Oliver Stock.

Steingart wird in der vierköpfigen Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt die Verlagsgeschäftsführung des Handelsblatt übernehmen und sich vorrangig um den strategischen Ausbau der Gruppe einschließlich der digitalen Entwicklung der Kernmarken kümmern. Seine Kollegin Marianne Dölz (45) wird wie bisher als Geschäftsführerin der großen Vermarktungs-Tochtergesellschaft iq media marketing gmbh die Gesamtvermarktung der Hauptmarken Handelsblatt und WirtschaftsWoche sowie bedeutender weiterer Medienmarken (u.a. „Zeit“, „Tagesspiegel“, „N24“, „sueddeutsche.de“) verantworten.

Claudia Michalski (46) bleibt für den Fachmedienbereich der Verlagsgruppe inkl. ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (Verlag Dr. Otto Schmidt, VDI-Verlag, Schäffer Poeschel usw.) zuständig und wird zudem sämtliche Vertriebsaktivitäten und den Geschäftsbereich der Wirtschaftswoche leiten. Jörg Mertens (42) zeichnet als CFO der VHB für die Bereiche Controlling, Personal, Finanz- und Rechnungswesen, IT und Verwaltung verantwortlich.

Verleger Dieter von Holtzbrinck sagte: „Gabor Steingart hat sich nicht nur als fundierter, meinungsstarker Journalist, als ausgezeichneter Blattmacher und als multimedial ausgerichteter Stratege erwiesen, sondern auch als starke Führungspersönlichkeit, die den gesamten Verlag mit unternehmerischem Weitblick und Mut vorantreiben wird.“

„Mit der neuen Führungsstruktur und der Aufnahme von Gabor Steingart in den Gesellschafterkreis geht es mir darum, die Zukunftsfähigkeit der Verlagsgruppe zu stärken“, erläuterte Holtzbrinck die Aufnahme Steingarts in den Gesellschafterkreis. „Zugleich möchte ich eine verlegerische Orientierung dokumentieren, die publizistisch auf Qualitätsjournalismus und kaufmännisch auf Nachhaltigkeit setzt.“

Zur Berufung von Hans-Jürgen Jakobs erklärte Holtzbrinck: „Ich habe die berufliche Entwicklung von Hans-Jürgen Jakobs, der in der Verlagsgruppe Handelsblatt bereits als sehr junger Mann die Chefredaktion einer Fachzeitschrift leitete, um später dann zu "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" zu wechseln, mit großem Respekt verfolgt. Die Breite seiner journalistischen Erfahrungen, die Tiefe seiner Recherchen, und seine erwiesene Führungsqualität waren für Herrn Steingart und mich ausschlaggebend, Herrn Jakobs die Leitung von Deutschlands größter Wirtschaftszeitung anzubieten.“

Kommentare zu " In eigener Sache: Handelsblatt-Chefredakteur Steingart wird Geschäftsführer"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Da gibt es ja richtig seltsame Kommentare zu diesem redaktionellen Beitrag.
    Steingart war ein sehr guter Journalist des Nachrichtenmagazins Spiegel. Dann kamen so Wechselfälle des Lebens. Und er wurde ein eminent wichtiger Wirtschafts- und Politikpublizist für den gesamten deutschen Sprachraum. Als Chefredakteur des Handelsblatts. Leser-Blatt-Bindung muss man neu buchstabieren und deklinieren lernen, seit er das Morning Briefing verfasst. Kennt man so sonst nirgends. Wie wundervoll, dass die Briefing-Fortsetzung folgt.

  • Das war's dann wohl mit dem "Handelsblatt": Die Linken von spiegel und SüZe werden diese ehemalige Wirtschaftzeitung vollends in die Grütze reiten.
    Hatte man in den vergangenen Monaten schon oft den Eindruck, online die Legastheniker-Version der taz lesen zu müssen, wird in Zukunft der ideologisch verpelzte Unfug der Print-Opas aus der Brandstwiete das Blatt zur Latte-Beilage der Ökospießer verkompostieren lassen.
    Die einzige Hoffnung, dass der eitle Herausgeber in spe sich künftig eigener Beiträge im Blatt enthält, wird sich wohl nicht erfüllen.
    Bye bye HB, hello WSJ & FT(E).

  • GS : Gratulation, danke fuer echte Pressefreiheit.
    Frage an den" noch" Chefredakteur ": Musste es jemand von der Sueddeutschen Provinz-Links-Zeitung sein ?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%