In eigener Sache „Print lebt, Journalismus lebt“ – Handelsblatt als beste Zeitung Europas ausgezeichnet

Im Wiener Rathaus hat das Handelsblatt den European Newspaper Award entgegengenommen. Das Handelsblatt setzt auch im Jahr 2018 seinen Erfolgskurs fort.
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Chefredakteur Sven Afhüppe (2.v.l.) und Creative Director Regina Baierl mit den Veranstaltern des European Newspaper Congress, dem Zeitungsdesigner Norbert Küpper und Verleger Johann Oberauer (v.l.). Quelle: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo
Preisverleihung an das Handelsblatt

Chefredakteur Sven Afhüppe (2.v.l.) und Creative Director Regina Baierl mit den Veranstaltern des European Newspaper Congress, dem Zeitungsdesigner Norbert Küpper und Verleger Johann Oberauer (v.l.).

(Foto: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo)

WienMit dem European Newspaper Award als „beste Zeitung Europas“ wurde das Handelsblatt ausgezeichnet. Führende Köpfe der Medienbranche feierten die Preisträger bei der festlichen Auftaktveranstaltung des European Newspaper Congress im Wiener Rathaus.

Das Handelsblatt stehe für „Journalismus, der in den Dialog mit dem Leser eintritt“, sagte Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe in Wien, der die Auszeichnung gemeinsam mit Creative Director Regina Baierl entgegennahm. Der Erfolg des Handelsblatts basiere auf den drei Säulen Print-, Digital- und dem Live-Journalismus, bei dem das Handelsblatt den Lesern auf Augenhöhe begegnet. „Leser wollen sich beteiligen“, sagte Afhüppe – Abonnenten sind beim Handelsblatt Clubmitglieder, die an zahlreichen exklusiven Veranstaltungen teilnehmen können.

Der 2016 eingeleitete umfassende Relaunch bildet die Grundlage für die Auszeichnung des Handelsblatts. Die Zeitung setzt auf große Schwerpunkte. Chefredakteur Afhüppe will das Blatt von der gedruckten Konkurrenz mit Titelgeschichten thematisch abheben, die auch optisch groß und ungewöhnlich aufgemacht werden.

Festliche Auftaktveranstaltung des European Newspaper Congress. Quelle: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo
Rathaus in Wien

Festliche Auftaktveranstaltung des European Newspaper Congress.

(Foto: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo)

„Das Blatt muss sich klar abgrenzen“, sagte Creative Director Regina Baierl. „Mit kreativer und individueller Gestaltung für lange Lesegeschichten wollen wir der Schnelllebigkeit der Printgestaltung Wertigkeit entgegensetzen.“

Bei den Lesern kommt das an: Das Handelsblatt setzt auch im Jahr 2018 seinen Erfolgskurs fort. Laut der IVW-Auswertung für das erste Quartal steigerte die Zeitung als einzige überregionale Tagezeitung in Deutschland ihre verkaufte Auflage auf 127.576 Exemplare. Das bedeutet einen Zuwachs um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

„Nostalgie ist kein Geschäftsmodell“, sagte Afhüppe in Wien und schlussfolgerte in seinem Vortrag zum „Wiederaufstieg des Handelsblatt“: „Print lebt, Journalismus lebt – und die Zukunft ist das, was wir daraus machen.“

„Print lebt, Journalismus lebt – und die Zukunft ist das, was wir daraus machen.“ Quelle: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo
Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe

„Print lebt, Journalismus lebt – und die Zukunft ist das, was wir daraus machen.“

(Foto: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo)
Auszeichnung für das Handelsblatt als „beste Zeitung Europas“. Quelle: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo
European Newspaper Congress 2018

Auszeichnung für das Handelsblatt als „beste Zeitung Europas“.

(Foto: Medienfachverlag Oberauer/APA-Fo)

Der „European Newspaper Award“ wird seit 1999 vergeben. Er hat zum Ziel, die Themen Zeitungsdesign und -konzeption innerhalb Europas zu verbessern. Die weiteren Gewinner kommen in diesem Jahr aus Luxemburg („Tageblatt“, Kategorie Lokalzeitung), den Niederlanden („De Limburger“, Kategorie Regionalzeitung) und Norwegen („Morgenbladet“, Kategorie Wochenzeitung). Insgesamt hatten sich 185 Zeitungen aus 27 Ländern an dem Wettbewerb beteiligt.

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7 Kommentare zu "In eigener Sache: „Print lebt, Journalismus lebt“ – Handelsblatt als beste Zeitung Europas ausgezeichnet"

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  • Also m.E. findet man im HB öfter wertvolle Informationen und interessante Standpunkte als anderswo.
    Allerdings wird im Moment das Marketing doch übertrieben:
    A P P ! A P P ! A P P !
    Dauernd muss man Lesebehinderungen wegklicken oder gar zurücklesen, um das nervige Gewusel los zu werden. Und das auch als Abonnent.
    Naja, dass etwas Qualitätskontrolle institutionalisiert werden sollte (Z.B. eine Arbeitsgruppe, die offenbare Typos und falsches Deutsch [haben/ sein, Redundanz/ Reduktion {als Beispiel für Begriffsverwechslung}, Indikativ/ Konjunktiv, Tempus und andere Fallen der deutschen Sprache] stillschweigend korrigiert, damit die Rechercheure sich weiter im Eifer ihren Gefechten widmen können.), darf man hier ja auch mal anmerken.

    In diesem Sinne: Glückwunsch und gehen Sie in sich!

  • Toller PR-Artikel. Die auffällig vielen Rechtschreibfehler in den Texten des Online-Portals macht es nicht besser.

  • Applaus, ich gratuliere und bin auch ein Fan vom Handelsblatt.

  • Herr Spiegel, da möchte ich ihnen (fast) recht geben. Vielleicht sollte das entscheidende Gremium diesen Aspekt wirklich mit in die Bewertung aufnehmen und separat aufzeigen.

  • Persönlich empfinde ich unter den Qualitätsmedien die NZZ am Besten. Viele recherchierte Artikel, unterschiedliche politische Positionen. Bei den alternativen Medien ist das schwerer zu beantworten da sich die meisten meines Erachtens zu sehr auf die Einwanderungsthematik konzentrieren.

    Das sich das Handelsblatt im Merkelsystem keine politisch kritischen Artikel erlauben kann (sonst wird wieder der Chefredakteur gefeuert) ist verständlich. Verbesserungsfähig sind beim Handelsblatt die Unternehmensnachrichten. Gleichwohl eigentlich Kernkompetenz sind diese häufig sehr dürftig geschrieben. Die Schweizer Handelszeitung ist hier häufig schneller und informativer.

  • Ohne jeden Zweifel hat das Handelsblatt die besten Kommentatoren, von daher ist der Preis verdient.

  • Brav den Mainstream nachbeten gibt also eine Auszeichnung. Große Klasse!

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