In eigener Sache
Wechsel in der Handelsblatt-Chefredaktion

Führungswechsel beim Handelsblatt: Hans-Jürgen Jakobs übernimmt die Chefredaktion der Zeitung. Auf Relevanz, aber auch das Unerwartete sollen sich die Leser weiterhin verlassen können.
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Liebe Leserinnen und Leser,

für viele war erstaunlich, was sich in Düsseldorf, Kasernenstraße 67, in den vergangenen drei Jahren alles getan hat. Große, informative Titelgeschichten. Mut zur Meinung. Neue Formate. Eine attraktive Wochenendausgabe. Das Handelsblatt setzte auf einmal neue Maßstäbe, und von außen wirkte das wie eine Revolution. Es fiel auf und belebte die Debatte.

Das ist das Verdienst der Redaktion, deren bisheriger Chefredakteur Gabor Steingart zu Jahresbeginn den Vorsitz der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt übernommen hat und als Herausgeber dieser Zeitung weiterwirken wird. Ich freue mich, die Chefredaktion jetzt zu übernehmen und den eingeschlagenen Weg der Erneuerung fortzusetzen.

Das Handelsblatt ist für mich nicht einfach nur eine Zeitung, sondern zusammen mit seinen Leserinnen und Lesern eine Gemeinschaft zur Verbreitung des wirtschaftlichen Sachverstands. Dazu gehören ein erfolgreicher Online-Auftritt bei Handelsblatt.com, die neue, digitale Tageszeitung Handelsblatt Live (die Anfang März startet) und eine Reihe von Veranstaltungen.

Wir fühlen uns dem Auftrag verpflichtet, in strikter Unabhängigkeit Ereignisse einzuordnen und zu erklären. Unsere Maßstäbe sind die des Liberalismus und der Sozialen Marktwirtschaft. Das macht das Handelsblatt aus unserer Sicht unverzichtbar im täglichen Aufmerksamkeitswettbewerb.

Es geht um Relevanz, aber auch um Überraschung. Auf das Unerwartete sollen Sie sich auch weiterhin verlassen können.

Ihr Hans-Jürgen Jakobs
Chefredakteur Handelsblatt

Über Hans-Jürgen Jakobs:

Vor seinem Wechsel zum Handelsblatt hat Hans-Jürgen Jakobs das Wirtschaftsressorts bei der Süddeutschen Zeitung in München geleitet. In seiner insgesamt elfjährigen Tätigkeit bei der SZ war er zudem mehrere Jahre Chefredakteur von sueddeutsche.de und hat die Medienseite der Zeitung verantwortet. Zuvor war der Diplom-Volkswirt achteinhalb Jahre als Wirtschaftsredakteur des Nachrichtenmagazins Spiegel in Hamburg tätig und von 1990 bis 1993 als Leiter des Wirtschaftsressorts der Münchener Abendzeitung.

Auch die Verlagsgruppe Handelsblatt ist Jakobs nicht unbekannt: Von 1986 bis 1989 hat er als Redakteur für ZV+ZV und später als Chefredakteur von Copy in Düsseldorf gearbeitet. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen unter anderem „Augstein, Springer & Co.“ sowie „Geist oder Geld: Der Ausverkauf der freien Meinung“.

Zur Pressemitteilung der Verlagsgruppe Handelsblatt

Hans-Jürgen Jakobs Quelle: dpa
Hans-Jürgen Jakobs
Handelsblatt / Senior Editor

Kommentare zu " In eigener Sache: Wechsel in der Handelsblatt-Chefredaktion"

Alle Kommentare

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  • Als Gabor Steingart Chefredakteur des "hb" wurde, hatte ich sofort ein ungutes Gefühl, denn hier bestand offenbar die Gefahr der "Verspiegelung" einer Wirtschaftszeitung. Man muss sich nur die Titelseiten der Ausgaben des "Spiegel" der letzten Jahre ansehen, um zu verstehen, was ich meine. Auch H.J. Jabobs war einige Jahre beim "Spiegel", hat sich aber gebessert und war zuletzt bei der "Süddeutschen" verantwortlich für die Wirtschaft - das spricht für seine Intelligenz. Gabor Steingart als neuer Herausgeber muss jetzt dafür sorgen, dass das "HB" profitabel wird bzw. bleibt - keine leichte Aufgabe. Hoffentlich lässt er H.J. Jakobs die Freiheit, das Blatt zu gestalten, ohne zuviel hinein zu regieren. Grundsätzliche Bitte von meiner Seite: das "HB" ist immer noch sehr deutsch-europäisch ausgerichtet. Angesichts der grossen strategischen Bedeutung Asiens sollte man diesen Kontinent noch viel ausführlicher behandeln und kommentieren - ansonsten muss ich hier in Bangkok auch weiterhin die asiatischen und US-amerikanischen (!) Wirtschaftsblätter lesen, oder den Economist, um auf dem Laufenden zu bleiben. Oder sind den deutschen Managern stupide "Sexismus"-Debatten wirklich wichtiger, während ihre eigenen Unternehmen langsam dahinsiechen aus Mangel an strategischer Weitsicht?

  • Eine Bitte, könnte denn Handelsblatt.de in Zukunft nicht eher auf Qualität als auf Quantität setzen?

    Ich bin immer froh wenn Wochenende ist weil Ihre website da nicht wie unter der Woche mit ständig neuen Atikeln überflutet wird. Bei dieser hohen Anzahl an Informationen hat man Mühe alles noch mitzuverfolgen.

    Vielleicht hängen die Probleme der Verlage auch damit zusammen dass heutzutage einfach viel zu viele Informationen veröffentlicht werden die man gar nicht mehr alle aufnehmen kann.

  • Mit Herrn Steingart verläßt uns eine Ikone.

    Unvergessen bleibt sein Aufruf zum Ankauf
    griechischer Staatsanleihen - geübte Solidarität
    in Reinkultur.

    Und somit hat er seinen Platz in der HALL OF FAME.
    Er ist eine Legende.

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