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03.10.2007 
Bharti Airtel

Inder strebt deutsche Mobilfunklizenz an

Vier Mobilfunknetze sind in Deutschland in Betrieb, hinzu kommen dutzende virtuelle Netzbetreiber, die die Infrastruktur nutzen. Den indischen Mobilfunkmarktführer Bharti Airtel beeindrucken diese Tatsachen wenig: Er will in Deutschland aktiv werden.

HB NEU DELHI. „Wenn Angela Merkel diesen Monat Indien besucht, werde ich sie um eine Mobilfunklizenz für Deutschland bitten“, kündigte Sunil Mittal, Gründer und Chef von Bharti Airtel, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Margendruck und Marktsättigung in Deutschland schrecken Mittal nicht. „Wir könnten deutschen Anbietern zeigen, wie man auch in gesättigten Märkten profitabel wachsen kann“, beteuert der 50-Jährige. Asiens „Unternehmer des Jahres 2007“ glaubt, dass Europa nur niedrigere Preise brauche. Dann würde viel mehr telefoniert, die Netze wären besser ausgelastet und die Gewinne der Betreiber stiegen. „In unserem Geschäft geht es doch vor allem um Masse und Skaleneffekte“, lautet Mittals Erfahrung.

Um trotz Kampfpreisen profitabel zu sein, senkt Mittal in Indien die eigenen Kosten durch ein radikales Outsourcing. Dieses Modell sei nun „so weit entwickelt, dass es auch anderswo eingesetzt werden sollte“, sagt er mit Blick auf Deutschland. In Indien hat Mittal Aufbau und Wartung seines Netzes komplett an Dritte abgegeben. „Ich zahle für die Nutzung meines Netzes“, erklärt er. „Aber nur für die Kapazitäten, die meine Kunden tatsächlich in Anspruch nehmen.“

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