Einem Zeitungsbericht zufolge verhandelt Merck mit fast allen Konkurrenten über einen Verkauf der defizitären Speicherchiptochter. Der Konzern spreche mit Micron, Elpida und Hynix über eine Transaktion, berichtete die "Financial Times Deutschland" vom Mittwoch. Außerdem gebe es Gespräche mit Finanzinvestoren, berichtete das Blatt unter Berufung auf Firmen- und Finanzkreise. Denkbar sei auch eine Partnerschaft, in der ein Wettbewerber nur einen Teil des Pakets übernimmt.
Der weltweite Dram-Markt wird von den sechs Firmen Samsung
, Qimonda, Hynix, Nanya, Elpida und Micron dominiert. Der weltweit größte Hersteller Samsung
hat sich bislang nicht auf größere Partnerschaften eingelassen. Mit dem Partner Nanya hatte Qimonda zuletzt Spannungen. Vertreter großer Finanzinvestoren hatten bereits abgewunken. "Wir würden Qimonda nicht mit der Beißzange anfassen", sagte ein Private-Equity-Vertreter. Ein Infineon
-Sprecher wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.
In einem anderen Bereich hat Infineon
sich mit Samsung
geeinigt. Die Koreaner werden Abnehmer für Breitband-Handychips. Samsung
will die HSDPA-Plattform von Infineon
in ihrer neuen Mobiltelefon-Generation einsetzen, teilten die Münchener am Mittwoch mit. Der Chiphersteller habe bereits mit der Massenlieferung seiner Produkte an Samsung
begonnen, die die neuen Handys noch im laufenden Quartal auf den Markt bringen wolle.
Die Infineon
-Aktie stand am Morgen mit einem Plus von zeitweise rund acht Prozent an der Spitze der Gewinner im Dax.

