Infineon: Halbleiterkonzern wächst stärker als gedacht

Infineon
Halbleiterkonzern wächst stärker als gedacht

Der Halbleiterkonzern Infineon ist in sein neues Geschäftsjahr besser gestartet als erwartet. Der Umsatz legte im Weihnachtsquartal auf 1,645 Milliarden Euro zu. Der Konzern bekräftigt seine Prognose.
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MünchenGlänzende Geschäfte mit der Autoindustrie haben dem Halbleiterhersteller Infineon einen überraschend guten Start ins neue Geschäftsjahr beschert. Der Umsatz stieg im Weihnachtsquartal auf 1,65 Milliarden Euro, das sind knapp sechs Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Konzern am Donnerstag in Neubiberg bei München mitteilte.

Das Segmentergebnis kletterte um fast zwölf Prozent auf 246 Millionen Euro und übertraf ebenfalls die Erwartungen der Analysten. „Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 äußerte er sich optimistisch: Der Umsatz werde im Vergleich zum Vorquartal um die fünf Prozent zulegen.

„In den kommenden Monaten erwarten wir weiteres Wachstum in unseren Märkten, auch die langfristigen Trends stimmen uns zuversichtlich“, sagte Ploss. Experten gehen davon aus, dass die Halbleiterbranche 2017 erstmals seit langem wieder kräftig zulegt. Vor allem im Geschäft mit Chips für Anwendungen in Auto und Industrie wird mit Schwung gerechnet, während es in traditionellen Märkten wie Smartphones oder PCs nach Ansicht von Fachleuten langsamer gehen dürfte.

Im ersten Geschäftsquartal fiel die Nachfrage nach Komponenten für Automobilelektronik und Leistungshalbleitern, die Stromflüsse in Serverfarmen, Notebookadaptern oder im Pkw kontrollieren, laut Infineon-Chef Ploss besonders kräftig aus. Das Segment Automotive, die größte Sparte des Konzerns, setzte 15 Prozent mehr um. Vor allem Produkte für Fahrerassistenzsysteme und für Hybrid- und Elektroautos waren gefragt. Der Umsatz mit Halbleitern für Energieerzeugung oder elektrische Antriebe legte ebenfalls zu, während das Geschäft mit Komponenten für mobile Endgeräte wie Smartphones im Weihnachtsquartal saisonüblich zurückging.

Für das Geschäftsjahr 2016/17, das am 30. September endet, bekräftigte Konzernchef Ploss die Prognose: „Mehr Umsatz, Ergebnis und Marge.“ Infineon will die Erlöse im laufenden Jahr um rund sechs Prozent steigern, mit einem Spielraum plus oder minus zwei Prozent. Die operative Marge soll bei 16 Prozent liegen. Im ersten Geschäftsquartal stieg sie auf 15 Prozent; diesen Wert will Infineon auch im laufenden Vierteljahr erreichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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