Infineon-Hauptversammlung
Das US-Störfeuer sorgt für Alarm

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Aktionäre haben wenig zu meckern

Abgesehen von den Schwierigkeiten in den USA sind die Aktionäre jedoch sehr zufrieden. „Das war ein gutes Jahr für Infineon, und auch die Aussichten sind gut“, so DSW-Vertreterin Bergdolt. In der Tat, es gibt wenig zu meckern. Die Dividende klettert dieses Jahr um zehn Prozent auf 22 Cent je Aktie. Die Ausschüttung hat sich damit seit Amtsantritt von Ploss im Herbst 2012 fast verdoppelt.

Nicht nur die Dividende steigt. So sind auch die Erlöse im vergangenen Geschäftsjahr geklettert, und zwar um zwölf Prozent auf knapp 6,5 Milliarden Euro. Fünf Prozentpunkte davon trug die Eingliederung von International Rectifier bei. Das ist ein Konkurrent aus Kalifornien, den Infineon bereits 2015 erworben, aber nur drei Quartale konsolidiert hatte.

Im Geschäftsjahr 2016, das am 30. September endete, lag die operative Rendite – Infineon wählt die Summe der Segmentergebnisse als Grundlage – bei 15,2 Prozent. Das ist etwas schwächer als die 15,5 Prozent vom Vorjahr, aber noch deutlich besser als in der Vergangenheit. Das interne Ziel lag zuletzt bei 15 Prozent.

Unterm Strich blieben 743 Millionen Euro übrig, ein Plus von rund 17 Prozent. Dass der Gewinn stärker kletterte als der Umsatz, hat vor allem einen Grund: Im Vorjahr musste Infineon eine Kartellstrafe der EU von 83 Millionen Euro schultern.

Auch fürs laufende Geschäftsjahr sieht es gut aus. Der Umsatz soll um bis zu acht Prozent klettern, die Marge auf 16 Prozent steigen. „Das ist ein wichtiger Schritt hin zu höherer Profitabilität“, unterstrich Ploss. In den nächsten Jahren soll Infineon im Schnitt sogar 17 Prozent Marge erreichen. Ploss: „Die Nachfrage nach unseren Produkten steigt – und das auch langfristig.“

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Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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  • @Hartmut Dr. Schoenell
    Man muss aber schon ehrlich bleiben und auch sagen, dass schon unter Obama diese Art von Protektionismus unter dem Mantel einer "CO2 Klimapolitik" begonnen hat.
    Somit hat schon die Obama Regierung mit den Protektionimus begonnen und Trump führt dies weiter. Auch der Einreisestopp (verbesseter Grenzschutz,Kontrolle) ist von der Obama Regierung angestoßen worden. Trump setzt dies nur knallhart und öffentlich fort.

  • Und in diesem Zusammenhang sehe ich auch die unverhältnismäßig hohen Strafen für VW und Deutsche Bank. Anlagenbau und Chemie werden die nächsten sein.

  • Die Globalisierungsfans der Deutschen Wirtschaft...das Leben wird nicht einfacher für euch werden. American first heißt nun eimal Amerikanische Produktion und Unternehmen zu erst...danach der Rest.

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