Infineon schweigt
Neue Offerte für Chiphersteller Fairchild

Der Spardruck in der Chipbranche sorgt aktuell für zahlreiche Fusionen. Seit Wochen ist der Verkauf von Fairchild im Gespräch. Nun flatterte dem US-Konzern ein höheres Angebot ins Haus. Steckt Infineon dahinter?

New York/MünchenDer US-Chipkonzern Fairchild Semiconductor hat eine neue Übernahmeofferte im Volumen von knapp 2,5 Milliarden Dollar erhalten. Den Namen des Bieters nannte Fairchild am Dienstag indes nicht. In der Vergangenheit war dem deutschen Rivalen Infineon Interesse nachgesagt worden. Dieser wollte sich auf Anfrage aktuell nicht äußern. Erst kürzlich hatte sich Infineons Konzernspitze aber zurückhaltend zu den Aussichten weiterer Großübernahmen gezeigt.

Fairchild erklärte, der neue Interessent biete 21,70 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von elf Prozent zum Schlusskurs von Montag entspreche. Das bewertet den Konzern mit 2,46 Milliarden Dollar. Fairchild hat bereits ein Angebot des heimischen Konkurrenten ON Semiconductor vorliegen, das ein Volumen von 2,4 Milliarden Dollar hat.

In der Chipbranche häufen sich derzeit Fusionen, weil die Unternehmen nach Einsparmöglichkeiten suchen. Treibende Kraft ist die Nachfrage nach günstigeren Chips und neuen Produkten für Geräte mit mobilem Internetempfang. So hat Infineon zu Jahresbeginn den US-Rivalen International Rectifier für drei Milliarden Dollar übernommen.

Fairchild stellt unter anderem Chips für Stromsteuerungen und Autos her. Mitte Oktober hatte es in einem Medienbericht geheißen, der Konzern aus Kalifornien habe die Investmentbank Goldman Sachs angeheuert, um bei der Suche nach einem Käufer zu helfen. Fairchild habe dazu bereits mit Infineon und On Semiconductor gesprochen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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