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Infineon will von Handy-Verkauf profitieren

Der Chiphersteller Infineon hat die Übernahme des Siemens-Handygeschäfts durch den taiwanischen Hersteller Benq begrüßt.

HB MÜNCHEN. „Der neue Global Player übernimmt auch die Technologie-Plattform von Siemens, an der wir maßgeblich beteiligt sind. Die Planungssicherheit ist nicht nur gut für Siemens, sondern auch für Infineon“, sagte Infineon-Chef Wolfgang Ziebart am Dienstag. Siemens hatte am Morgen bekannt gegeben, seine defizitäre Handysparte an Benq abzugeben. 30 % seines Handygeschäfts macht Infineon mit seiner ehemaligen Muttergesellschaft Siemens.

Infineon habe weiter das Ziel, seinen Kundenkreis zu erweitern, sagte ein Sprecher. Infineon hat seine Abhängigkeit von seiner ehemaligen Muttergesellschaft Siemens in den letzten Jahren stark verringert. So habe sich Infineon mit Nokia und Panasonic bereits starke Kunden aufgebaut. Aus Branchenkreisen verlautete, dass die Chancen von Infineon für weiteres Geschäft mit BenQ recht gut stünden, da der taiwanische Hersteller hauptsächlich im Auftrag produziere und nicht selbst neue Handys entwickele. Es sei zudem möglich, dass die Technik-Plattform von Siemens auch für neue Handymodelle genutzt werde.

Infineon macht rund ein Viertel seines Umsatzes mit Chips für Mobiltelefone und Festnetze. Größter Umsatzbringer sind Speicherchips.

Am Montag hatte die sich abzeichnende Lösung für die Siemens-Handysparte wegen Unsicherheiten über das künftige Geschäft den Infineon-Kurs belastet. Das Papier war mit einem Abschlag von rund drei Prozent aus dem Handel gegangen. Auch am Dienstag lag die Infineon-Aktie weiter im Minus. Sie gab gegen den Trend 0,3 % auf 7,25 € nach. Das Siemens-Papier profitierte jedoch davon, dass der Konzern endlich eine Lösung für eins seiner Sorgenkinder gefunden hat. Mit einem Plus von fast zwei Prozent auf 62,38 € führte die Aktie auch am Dienstag die Gewinnerliste im Dax an.

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