Infinion-Kurs
Kein Ende der Verluste in Sicht

Wer wissen will, wie es um Infineon steht, der muss sich nur den Aktienkurs anschauen: Binnen Jahresfrist haben die Papiere mehr als die Hälfte an Wert verloren. Schuld daran ist vor alle die defizitäre Speicherchip-Tochter Qimoda.

MÜNCHEN. Auch gestern war Infineon wieder einer der größten Verlierer im Dax. Nur rund fünf Euro mussten die Anleger noch für eine Aktie des Münchener Chipherstellers hinlegen. Doch auch das könnte noch zu viel sein, denn die Analysten von Independent Research rechnen damit, dass der Kurs auf 4,80 Euro fällt.

Das Gemetzel am Aktienmarkt hat seinen Grund: Infineon wird vermutlich auf absehbare Zeit nicht aus den roten Zahlen kommen. Die Experten von Independent Research rechnen damit, dass Europas zweitgrößter Halbleiterproduzent auch im kommenden Geschäftsjahr Verlust schreiben wird.

Die nächste Horror-Meldung dürfte bereits morgen folgen, wenn Infineon die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegt. Die Analysten von Unicredit rechnen mit einem Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von knapp 300 Mill. Euro. Es wäre das fünfte Quartal mit roten Zahlen in Folge. Gegenüber dem katastrophalen vierten Quartal 2007 wäre dies allerdings bereits eine Verbesserung. Denn zum Jahresende war ein Verlust von 368 Mill. Euro aufgelaufen. Zudem gehen die Unicredit-Experten davon aus, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Viertel auf 1,5 Mrd. Euro eingebrochen ist.

Dass Infineon so schlecht dasteht, liegt vor allem an der hoch defizitären Speicherchip-Tochter Qimonda. An dem Dram-Hersteller, der an der New Yorker Wall Street notiert ist, hält Infineon die Mehrheit - und muss deshalb auch die enormen Verluste tragen. Qimonda hat seine Quartalszahlen gestern am späten Abend erst nach Redaktionsschluss vorgelegt.

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