Informationen sind bislang nicht dementiert worden
Lagardère verkauft Mehrheit der Verlagsgruppe Editis

Der französische Luftfahrt- und Medienkonzern Lagardère hat nach Presseinformationen die Mehrheit an der Verlagsgruppe Editis für 660 Millionen Euro an Wendel Investissement verkauft.

HB PARIS. Bei Wendel handelt es sich um die Familienholding des Präsidenten des französischen Unternehmerverbandes MEDEF, Ernest- Antoine Seillière. Ein Lagardère-Sprecher sagte am Freitag in Paris lediglich zu dem Bericht von „Le Monde“, die Informationen der Zeitung seien von der Holding nicht dementiert worden.

Lagardère hatte Editis 2002 für 1,25 Milliarden Euro von dem inzwischen aufgespaltenen Medienkonzern Vivendi Universal übernommen, musste aber anschließend der EU-Kommission zusagen, Teile zu verkaufen. Mit Wendel, einer alteingesessenen französischen Industriedynastie, waren bis vor kurzem Exklusivverhandlungen über den Verkauf der Mehrheit von Editis gelaufen. Auch andere Angebote lagen vor.

Zum Verkauf standen unter anderem die Verlage Le Robert, Bordas, Nathan, Plon-Perrin, Robert Laffont, Presses de la Cité, Belfond und La Découverte. Lagardère behält die Editis-Verlage Larousse, Armand Colin, Dunod und Dalloz sowie die spanische Anaya und fügt sie zu seiner Verlagsgruppe Hachette Livre hinzu.

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