Informationstechnologie
IT-Dienstleister CSC will zügig expandieren

Längere Zeit war es ruhig um CSC. Doch nun will der US-Konzern in Deutschland expandieren. Im Blickfeld hat das Unternehmen dabei sowohl die öffentliche Hand als auch das klassische Geschäft mit Unternehmen. Daneben will CSC auch am Wachstumsgeschäft Cloud Computing partizipieren.

FRANKFURT. Der IT-Dienstleister CSC rüstet im deutschen Outsourcingmarkt zum Angriff. Die Wiesbadener setzen dabei sowohl auf die öffentliche Hand als auch auf das klassische Geschäft mit Unternehmen. "Outsourcing läuft derzeit sehr gut, gerade in Deutschland. Es gibt hier immer noch einen großen Nachholbedarf", sagte Gerhard Fercho, Deutschlandchef von CSC, dem Handelsblatt.

Um CSC war es längere Zeit ruhig geworden. Der US-Konzern war vor Jahren durch die Übernahme des IT-Dienstleisters Ploenzke nach Deutschland expandiert, handelte sich dabei aber Schwierigkeiten ein: "CSC hatte das Problem, dass es eine Spaltung gab zwischen der CSC, die das Outsourcing in Deutschland ausbauen wollte, und der alten Ploenzke, die glaubte, dafür nicht entsprechend gerüstet zu sein. Aber das ist endgültig vorbei", sagt Christophe Chalons vom IT-Beratungshaus PAC in München.

CSC sei in Deutschland beim Thema Outsourcing wieder deutlich präsenter, sagt Chalons: "Sie sind global einer der Top-Anbieter für das Outsourcing. Sie haben damit das Potenzial und in Deutschland die Kundenbeziehungen, das Geschäft weiter auszubauen."

Weltweit und nicht zuletzt in den USA hat CSC in der öffentlichen Hand eine starke Position. Gerade erst hat das Unternehmen einen Auftrag der US Navy über 29 Mio. Dollar an Land gezogen. Diese Erfahrung will Deutschlandchef Fercho nun auch in Deutschland nutzen. Bislang sei die Expertise von CSC in der Bundesrepublik noch nicht so bekannt. "Wir haben sehr interessante Lösungen und Angebote, mit denen wir an den Mittel der Konjunkturprogramme partizipieren möchten", sagte Fercho.

Daneben will CSC auch am Wachstumsgeschäft Cloud Computing partizipieren. Kern dieses Ansatzes ist es, Rechenkapazitäten sowie Programme über das Internet zu nutzen und nicht vor Ort vorzuhalten. "Wir wollen beim ganzen Komplex Cloud Computing eine führende Rolle spielen", betonte Fercho. So hat CSC gerade mit Microsoft eine Partnerschaft geschlossen, um deren Firmen-Lösung "Business Productivity Online Suite" zu vermarkten. Auch mit der Walldorfer SAP wurde unlängst die bestehende Partnerschaft ausgebaut, die in eine ähnliche Richtung zielt.

Das verstärkte Engagement bei Themen wie Outsourcing oder Cloud Computing macht sich auch im Zahlenwerk bemerkbar. "Unser lokales Geschäft ist im vergangenen Jahr um neun Prozent gewachsen", berichtet Fercho. Weltweit hat CSC den Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 1,5 Prozent auf 16,7 Mrd. Dollar gesteigert. Das Ergebnis schnellte von 544,6 Mio. auf 1,12 Mrd. Dollar in die Höhe, nicht zuletzt allerdings durch einen großen steuerlichen Sondereffekt.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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