Inhalte werden fast automatisch zu Online-Ausgaben
GFT will Zeitungen ins Internet bringen

Der IT-Dienstleister GFT Technologies AG wird ab Anfang Juli den deutschen und europäischen Online-Redaktionen Konkurrenz machen. Unter dem Markennamen „Smart-Magazine“ will GFT ab Sommer einen Service aus Software-Technologie und redaktioneller Dienstleistung anbieten, der aus gedruckten Zeitschriften und Zeitungen Internetangebote erstellt.

tnt FRANKFURT. Nach einer automatischen Umwandlung der Druckdaten in Internetseiten sollen Smart-Magazines durch Verlinkung und Online-Features wie Gewinnspiele sowie Zusatzinformationen zu den Online-Ausgaben der Print-Magazine aufgemöbelt werden. In der graphischen Umsetzung sollen Layout und Inhalte exakt dem Print-Vorbild entsprechen.

Entwickelt wurde Smart-Magazine in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Pixelpark-Chef Paulus Neef. Die Technologie soll ausschließlich zusammen mit weiteren Dienstleistung als Komplett-Service angeboten werden. Die Redaktion für die Bearbeitung der Online- Angebote will GFT-Chef Ulrich Dietz aus Mitarbeitern im eigenen Haus aufbauen. Ein Teil der notwendigen Arbeit soll jedoch kostengünstig in Indien und anderen Billiglohnländern erledigt werden. Die Preise für die Produktion einer Smart- Magazine-Ausgabe liegen zwischen 15 000 und 30 000 Euro.

„Die Zielgruppe sind alle großen Verlage“, sagte GFT-Vorstandschef Ulrich Dietz dem Handelsblatt. „Unsere Idee ist es, einen Teil der Online-Redaktionen der Verlage zu ersetzen“, sagte Dietz. „Das Interesse ist bisher groß.“ Es liefen derzeit Gespräche mit einer ganzen Reihe europäischer Großverlage.

Doch auch den Markt für Kundenzeitschriften hat GFT im Auge. So gibt es nach Schätzung der GFT in Deutschland rund 3 500 Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften. „Für diese Titel“, sagt Dietz, „gibt es bisher nur wenige Internetangebote. Ein deutsches Großunternehmen habe man bereits als Kunden gewonnen.

Immer mehr deutsche Print-Titel wie „Welt“, „Wirtschaftswoche“ oder „Stern“ setzen neben Online- Auftritten inzwischen parallel auf elektronische Kopien ihrer Print-Titel. Der Nachteil des häufig eingesetzten PDF-Datenformats sind allerdings die großen Datenmengen.

In den USA startete im Jahr 2000 die mit Risikokapital finanzierte Zinio Systems Inc., die Print-Titel wie „Business Week“ und „US News“ als elektronische Zeitschriften über das Internet verkauft.Auch für das von GFT angebotene System soll ein Abrechnungssystem angeboten werden.

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