Inlandserlöse schrumpfen
Starkes Auslandsgeschäft stützt Bauer-Umsatz

Der Hamburger Heinrich-Bauer-Verlag profitiert weiter von seinem starken Auslandsgeschäft. Im Inland läuft es hingegen weniger gut. Auch im kommenden Jahr wird der Konzern daher verstärkt auf das Geschäft außerhalb der Landesgrenzen setzen. Dabei setzt der "Bravo“-Verlag vor allem auf Großbritannien.

HB HAMBURG. Das starke Auslandsgeschäft sorgt nach Firmenangaben dafür, dass der Umsatz in diesem Jahr bei voraussichtlich 1,79 Milliarden Euro stabil gehalten werden kann, während die Inlandserlöse schrumpfen. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz klettert damit auf 45 Prozent von 43,6 Prozent im Vorjahr. Wegen des niedrigen Dollar-Kurses fiel das Wachstum außerhalb Deutschlands allerdings moderater aus als zuletzt. "Diese Strategie des internationalen Ausbaus der Verlagsgruppe werden wir auch in Zukunft konsequent fortsetzen“, kündigte Verleger Heinz Bauer am Mittwoch an.

Für einen Wachstumsschub im kommenden Jahr dürfte der Kauf von Zeitschriften und Radiostationen in Großbritannien sorgen, durch den sich Bauer vom schwierigen Inlandsgeschäft unabhängiger machen will.

Bauer hatte vergangene Woche die Übernahme von zwei der drei Sparten der börsennotierten britischen Emap für umgerechnet fast 1,6 Milliarden Euro bekanntgegeben. Die Lifestyle- und Verbrauchermagazine von Emap sowie die 38 Radiosender setzen in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 700 Millionen Euro um und erwirtschaften einen operativen Gewinn von 140 Millionen Euro. Bauer wird damit zweitgrößter kommerzieller Radiobetreiber in Großbritannien.

Dem Heinrich Bauer Verlag gehören weltweit 185 Zeitschriften. Der bekannteste der 42 Titel in Deutschland ist die Jugendzeitschrift "Bravo“, daneben liegen Schwerpunkte bei Programm- (“TV Movie“) und Frauenzeitschriften (“Neue Revue“). Minderheitsbeteiligungen hält Bauer am Fernsehsender RTLII und an Radio Hamburg.

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