Inotera-Anteile
Nanya will Qimonda eine Milliarde geben

Der defizitäre Chiphersteller Qimonda darf sich auf einen dicken Scheck aus Taiwan freuen: Wie die Nachrichtenagenur Bloomberg berichtet, ist der Partner Nanya bereit, den Münchenern rund eine Milliarde Dollar zu überweisen.

MÜNCHEN. So viel würde der Halbleiterproduzent im zweiten Halbjahr auf den Tisch legen, um Qimondas Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Inotera zu kaufen, hieß es.

An der Taiwaner Chipfabrik Inotera hält Qimonda 35,4 Prozent der Aktien. Ein ebensogroßer Teil gehört Nanya, der Rest ist breit gestreut. An der Börse wird der Qimonda -Anteil derzeit mit etwa 1,1 Mrd. Dollar bewertet.

Analysten sehen die Ankündigung als positiv für Qimonda. "Damit könnte das Unternehmen sein Geschäft auch dann aufrecht erhalten, wenn die Preisschwäche anhält", urteilten die Experten von Unicredit. Qimonda hat im vierten Quartal 2007 einen Verlust von 600 Mill. Euro eingefahren und damit auch Mehrheitseigentümer Infineon schwer belastet. Auslöser der schwachen Zahlen waren extrem niedrige Preise so genannter Dram-Chips.

Der Agentur Reuters sagte ein Nanya-Sprecher gestern allerdings, dass noch keine Entscheidung über die Zukunft von Inotera gefallen sei. Nanya und Qimonda arbeiten seit einigen Jahren in der Chipentwicklung und über Inotera auch in der Fertigung zusammen. Vor einigen Wochen hat sich Nanya entschieden, künftig mit dem Wettbewerber Micron zu kooperieren. Deshalb suchen beide Unternehmen nach einer Lösung für Inotera.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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