Inside: British Telecom
Ein Partner für die Telekom?

BT steht vor dem Problem, dass der klassische Umsatz mit Festnetz-Telefonaten bröckelt und die Konkurrenz auf dem Breitband-Markt wächst. Gleichzeitig fehlt dem Konzern die Mobilfunksparte, was ihn früher oder später zum Übernahmeziel machen wird.

LONDON. Es war einmal ein großes Telekommunikationsunternehmen, ein einstiger Telefon-Monopolist. Stolz herrschte es über ein landesweites Telefonnetz mit Abermillionen Anschlüssen. Aber ach, die Kunden wollten immer weniger für ihre Telefongespräche zahlen, garstige Konkurrenten knabberten überall am großen Kuchen. Da entschloss sich das Unternehmen, ein neues, modernes, ultraschnelles Netz zu bauen, über das es wieder ganz allein bestimmen dürfte. Und bunte Unterhaltungspakete durch das Netz zu schicken, damit die Kunden viel mehr Geld ausgeben. Ach, und natürlich neue Telefone zu verkaufen, mit denen man zuhause und unterwegs telefonieren kann. Außerdem umwarb es die großen Geschäftskunden und bot ihnen an, die ganzen Telefon- und Computernetze für sie zu betreiben, viel billiger und besser, als sie es selber könnten.

Die Geschichte klingt vertraut? Nein, es ist nicht die der Deutschen Telekom. Es ist die Geschichte des britischen Konkurrenten BT, doch sie würde in der Tat auch auf die Telekom passen. Beide stehen als Ex-Monopolisten vor dem Problem, dass der klassische Umsatz mit Festnetz-Telefonaten bröckelt, beide kämpfen auf dem Breitband-Markt gegen preisaggressive Konkurrenz. 2,6 Millionen Breitbandkunden hatte BT Ende März, die Telekom zählte mehr als neun Millionen. BT will im Herbst ein Breitband-Unterhaltungspaket auf den Markt bringen und hat sich dafür beim Filmstudio Dreamworks versorgt; die Telekom will mit Bundesliga per Internet punkten. Beide setzen auch auf neue Konvergenz-Telefone, die die Grenzen zwischen Festnetz und Mobilfunk auflösen.

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