Inside: EMI
Nachschlag gefällig

Durch die amerikanisch-britische Fusion von Warner Music mit der Emi Group enstünde eine der größten Hit-Fabriken der Welt. Doch bisher kam der Zusammenschluss trotz allgemeiner Fusions-Euphorie nicht zustande.

LONDON. Frage: Was entsteht, wenn man Madonna mit Robbie Williams, die Red Hot Chili Peppers mit den Rolling Stones, Green Day mit Coldplay und Westernhagen mit Grönemeyer kombiniert? Antwort: Eine der größten Hit-Fabriken der Welt. Alle diese großen Namen und noch viele mehr kämen bei einer amerikanisch-britischen Fusion von Warner Music mit der Emi Group unter ein Dach. Das Projekt wird von Analysten begrüßt und gilt an den Märkten nur noch als Frage der Zeit.

Doch bisher kam der Zusammenschluss trotz allgemeiner Fusions-Euphorie nicht zustande. Drei Versuche in sieben Jahren scheiterten. Emis jüngsten Vorstoß lehnten Warners Hauptaktionäre Anfang Mai einstimmig ab. Die Offerte von 4,2 Milliarden Dollar genügte ihnen nicht. Nun warten die Märkte auf einen Nachschlag. Doch was kann und will sich Emi leisten?

Ein paar hundert Millionen Dollar wären noch drin, rechnen Analysten vor. Zwischen knapp 200 und mehr als 300 Millionen Dollar Einsparpotenzial halten die meisten für möglich. Das würde in ihren Augen einen Kaufpreis über 30 Dollar je Aktie statt der gebotenen 28,50 rechtfertigen – bis zu 33 Dollar gehen die Berechnungen.

2000, beim ersten Anlauf zu einer Fusion, hatten Emi und Warner sogar 250 Millionen Pfund an Synergien versprochen – nach heutigem Wechselkurs 470 Millionen Dollar. Doch die Jahre seither waren trüb für die Musikindustrie: Die Digitalisierung untergrub ihr Geschäftsmodell und jahrelang reagierte sie nur mit Abwehr auf die Möglichkeiten des Internets. So sank der addierte Umsatz der beiden Unternehmen seither um rund 30 Prozent oder fast drei Milliarden Dollar. Dazu trug allerdings auch der Verkauf von Warners CD-Produktion bei.

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