Inside: Infineon
Blick nach vorne

Wolfgang Ziebart muss in den nächsten Wochen rund um die Erde Fondsmanager davon überzeugen, ihm die Aktien seiner problembeladenen Speichersparte abzukaufen. Klappt der Gang aufs Parkett, ist der Chef des Münchener Chipherstellers Infineon zwar sein größtes Sorgenkind los. Doch die nächste Bewährungsprobe steht Ziebart bereits bevor.

MÜNCHEN. In den nächsten Wochen wird Wolfgang Ziebart wohl nicht viel Schlaf bekommen. Rund um die Erde muss der Chef des Münchener Chipherstellers Infineon die Fondsmanager davon überzeugen, ihm die Aktien seiner problembeladenen Speichersparte abzukaufen. Unter dem Namen Qimonda will der Manager die Dauerbaustelle Anfang August in New York an die Börse bringen.

Klappt der Gang aufs Parkett, ist Ziebart zwar sein größtes Sorgenkind los. Schließlich ist die Sparte in den vergangenen Jahren immer wieder tief in die roten Zahlen gerutscht und hat dem gesamten Konzern das Ergebnis verhagelt. Doch die nächste Bewährungsprobe steht Ziebart bereits bevor: Der frühere Conti-Vorstand muss in den nächsten Quartalen dafür sorgen, dass Infineon so viel Geld verdient wie die Wettbewerber. Und gelingt das, muss er beweisen, dass es kein Strohfeuer ist, sondern dauerhaft so bleibt. Denn nur dann würde sich die Trennung von den Speichern ausgezahlt haben.

Doch damit ist es nicht getan. Gute Zahlen allein reichen nicht. Ziebart muss zeigen, wohin der Weg langfristig gehen soll. Denn mit der Trennung von den Speicherchips verliert Infineon 40 Prozent seines Umsatzes – das Unternehmen gehört nicht mehr zu den Top Ten der führenden Chipkonzerne. Investoren und Mitarbeiter wollen aber wissen, wie Infineon bei neu gewonnener Profitabilität zu alter Größe zurückkehren kann.

Zunächst die Ausgangslage: Infineon stützt sich künftig auf zwei Bereiche. Zum einen liefern die Bayern Spezial-Chips für die Autobranche und für die Elektroindustrie. Dabei werden Halbleiter etwa in Kühlschränke eingebaut. Dieser Bereich ist profitabel und Infineon hat in der Autoindustrie einen guten Stand.

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