Inside: Lenovo
Schlechtes Englisch ist egal

Lenovo-Chef Yang Yuanqing hat Ende 2004 für 1,25 Milliarden Dollar das PC-Geschäft des US-Konzerns IBM übernommen und ist damit auf einen Schlag auf Rang drei unter den größten PC-Herstellern weltweit gerutscht. Doch der Manager will noch mehr.

MÜNCHEN. Wer sich mit Lenovo-Chef Yang Yuanqing unterhält, der stellt eines sehr schnell fest: Grundkenntnisse in Englisch reichen offenbar aus, um den drittgrößten PC-Hersteller der Welt zu führen. Immer wieder muss der Chinese bei seinen Assistenten nachfragen, wenn er sich mit Kunden oder Journalisten auf Englisch unterhält.

Dass Yang die völlig auf Englisch gepolte Computerbranche trotzdem in seinen Bann zu ziehen vermag, hat einen einfachen Grund: Der 42-Jährige hat ein klares Ziel, wie er den Branchenführern Konkurrenz machen will. Zudem hat er einen vernünftigen Fahrplan, wie er dieses Ziel erreichen möchte. Und diese Botschaft bringt er auch in einfachen englischen Worten an den Mann.

Für 1,25 Milliarden Dollar hat der Manager Ende 2004 das PC-Geschäft des US-Konzerns IBM übernommen. Damit katapultierte er den im Westen bis dahin nahezu unbekannten chinesischen Computerbauer Lenovo mit einem Schlag auf Rang drei unter den größten PC-Herstellern weltweit.

Damit will es Yang aber nicht bewenden lassen. Denn der Abstand zu den führenden Konzernen ist riesig: Weltmarktführer Dell kommt auf rund 17 Prozent Marktanteil, Hewlett-Packard erreicht 14,5 Prozent. Lenovo folgt weit abgeschlagen mit sieben Prozent. Zudem ist insbesondere Dell noch deutlich profitabler als Lenovo.

Doch das soll sich in den nächsten zwei, drei Jahren ändern, wenn die Pläne von Yang aufgehen. Derzeit greift der Manager auf verschiedenen Ebenen an. Einerseits geht er weltweit in die Offensive, um die eigene Marke bekannt zu machen. So war Lenovo einer der Sponsoren der Olympischen Winterspiele in Turin. Seit Februar verkauft der Konzern seine Computer jetzt erstmals auch außerhalb Chinas unter eigenem Namen. In den Monaten nach dem Kauf des IBM-Geschäfts hatte Lenovo zunächst noch die Produktnamen der „Think“-Serie von IBM benutzt, um die Kunden nicht zu verschrecken.

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