Inside: Nortel
Weniger Tanzpartner

Den kanadischen Telekomnetz-Ausrüster Nortel trifft der angekündigte Zusammenschluss von Siemens und Nokia im Netzgeschäft auf dem falschen Fuß.

OTTAWA. Nicht nur die Zahl potenzieller Partner wird damit für ihn geringer, sondern auch der Spielraum für strategische Entscheidungen. Ebenso wie Motorola wird Nortel aber ohne einen Partner zukünftig kaum im Markt bestehen können.

Mike Zafirovsky, der seit November vergangenen Jahres als CEO an der Spitze von Nortel steht, hatte im Jahresbericht 2005 als langfristiges Ziel ausgegeben, dass Nortel in allen Sparten einen Marktanteil von mindestens 20 Prozent erreicht. Das wird nun schwieriger denn je, zumal das Unternehmen heute die 20 Prozent in mehr als der Hälfte der Geschäftsbereiche nicht erreicht.

In welche Klemme der kanadische Konzern durch das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens geraten ist, zeigt allein schon die Reaktion der Anleger. Die Nortel-Aktie verlor am Tag der Bekanntgabe des Siemens-Nokia-Geschäfts an der Börse in Toronto etwa neun Prozent an Wert. Zuvor hatten Marktbeobachter erwartet, dass Nortel selbst eine Partnerschaft mit Nokia oder Siemens eingehen könnte. Jetzt aber stelle sich die bange Frage, wer überhaupt noch als Tanzpartner für Nortel in Frage kommt.

Der Markt ist weitgehend abgegrast. Im Herbst 2005 hatte der schwedische Telekomausrüster Ericsson die britische Marconi übernommen, dem folgte der Zusammenschluss der französischen Alcatel mit der US-amerikanischen Lucent. Ein geplantes Breitband-Joint-Venture von Nortel mit der chinesischen Huawei war dagegen gescheitert.

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