Inside: Samsung
Scheitern ist keine Option

Erst Mitte 2005 hat Samsung nach langem Zaudern den generellen Befehl zum Marsch auf den professionellen IT-Markt ausgegeben, speziell auf das lukrative Projektgeschäft mit Druckern und Notebooks. Doch noch ist Samsung nicht da, wo Seoul das Unternehmen sehen will: ganz vorne.

DÜSSELDORF. Etwas knatschig war man bei Samsung in Schwalbach im Taunus schon. Erstmals wollte sich das koreanische Elektronik-Unternehmen Ende des Jahres auf einer namhaften Fachtagung für IT-Entscheider und Systemhäuser in Deutschland präsentieren. Aber dann zog der Veranstalter unter Drehen und Winden seine Einladung zurück.

Die verängstigte Konkurrenz will den Neuling nicht dabei haben, wenn es um Strategien im Großkundengeschäft geht – vermutet ein Samsung-Manager. „Da jammert der Fuchs, dem die Trauben zu hoch hängen“, vermutet dagegen ein Branchenkenner aus der Druckerindustrie. Denn noch immer ist Samsung im IT-Markt nicht da, wo Seoul das Unternehmen sehen will: ganz vorne.

Erst Mitte 2005 hat Samsung nach langem Zaudern den generellen Befehl zum Marsch auf den professionellen IT-Markt ausgegeben, speziell auf das lukrative Projektgeschäft mit Druckern und Notebooks. Die von Firmen wie Lenovo, Fujitsu-Siemens, Dell, Brother oder Kyocera beherrschten Reviere sind die letzten weißen Felder im Reich des koreanischen Elektronikriesen.

Samsung Electronics baut Halbleiter – ein Drittel vom Umsatz – und ist unter eigener Marke traditionell fast nur mit Konsumelektronik und Haushaltsgeräten präsent. Mobiltelefone, Flachfernseher, MP3- Spieler, Laptops für das Wohnzimmer – das ist die Konzern-Welt. In Deutschland setzte Samsung 2005 rund 1,6 Milliarden Euro um, 20 Prozent davon mit IT-Produkten.

Doch die jüngsten Quartalszahlen aus Korea haben es gezeigt: Die Goldgräberzeiten in der Konsumelektronik sind vorbei. Die Gewinne sind üppig, aber nicht mehr so wie früher. Der Nettogewinn stieg kräftig, der Betriebsgewinn sank aber um 13 Prozent. Der beinharte Wettbewerb bei Handys und Flachfernsehern hinterlässt Spuren.

Die Business-IT wäre weltweit der richtige Ausgleich vor allem für das Handy-Geschäft, das für über 50 Prozent der deutschen Umsätze steht. Der Markt für Business-IT–Hardware ist laut Forrester Research alleine in Deutschland 2006 rund 12,6 Milliarden Euro groß.

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