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SES Global: Himmlische Geschäfte

Das Geschäft des Satellitenkonzerns SES Global wächst seit zwei Jahrzehnten, denn neue Fernsehsender schießen wie Pilze aus dem Boden und brauchen Übertragungswege. Nur auf seinen wichtigsten Markt Deutschland wirft der Konzern sorgenvolle Blicke.

DÜSSELDORF. Betzdorf ist ein beschaulicher Weiler in Luxemburg. Vor mehr als zwei Jahrzehnten erkor der weltgrößte Satellitenkonzern SES Global den von saftigen Weiden und malerischen Wäldern umgebenen Ort an der deutschen Grenze zum Firmensitz. Die frühere Sommerresidenz der großherzoglichen Familie entsprach ganz dem Geschmack der Initiatoren.

Betzdorf ist eine Idylle geblieben. Denn das Geschäft der SES – in Deutschland unter der Marke Astra bekannt – wächst seit mehr als zwei Jahrzehnten. Neue Fernsehsender schießen wie Pilze aus dem Boden und brauchen Übertragungswege. Aber auch regierungsnahe Institutionen und Telekommunikations-Unternehmen haben einen großen Bedarf an Satelliten.

Die Zahlen der Luxemburger sprechen für sich. Allein im ersten Halbjahr steigerte die SES unter der Regie des erfahrenen Strategen Romain Bausch ihren Umsatz um ein Sechstel auf 711 Millionen Euro. Der Nettogewinn sprang sogar um 27 Prozent aufwärts – 216 Millionen Euro erwirtschafteten die Luxemburger allein in den ersten sechs Monaten, 30 Prozent vom Umsatz. Damit hat der Konzern einmal mehr bewiesen, dass er mit seiner Flotte von fast 40 Satelliten zu den rentabelsten Kommunikationsunternehmen der Welt gehört.

Die Aktionäre dürfen sich freuen. Die Jahresprognose wurde angehoben. Für 2005 gab es eine Rekordausschüttung von 214 Millionen Euro. Am meisten profitieren die Luxemburger davon. Die Banken Société Nationale de Crédit et d’Investissement und Banque et Caisse d'Epargne de l'Etat sowie das Großherzogtum selbst halten ein Drittel der Anteile. Außerdem ist der weltgrößte Konzern General Electric maßgeblich beteiligt.

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