Inside: Singulus Technologies
Gegengewichte gesucht

Die Ansage, die Roland Lacher, Gründer und Vorstandschef der Singulus Technologies, knapp ein halbes Jahr nach dem Börsengang machte, war klar. Er wolle seine Aktionäre künftig eher über den Kurs als über Dividenden pflegen.

FRANKFURT. Die Erträge sollten thesauriert werden, um der Eigenfinanzierung des Wachstums Vorrang zu geben. Das war im Mai 1998.

In zehn Tagen wechselt Lacher in den Aufsichtsrat. Seiner Linie ist er treu geblieben: Dividenden gab es tatsächlich nicht. Und die Strategie, mit starker Innovation und Zukäufen das Wachstum voran zu treiben, hat dem Hersteller von Anlagen für die Produktion optischer Speichermedien Marktführer-Positionen gebracht.

Nur: Mit dem Börsenkurs, der die Aktionäre über die Dividendenlosigkeit hinwegtrösten sollte, hapert es immer wieder. Der jüngste Höhenflug währte gerade acht Monate. Bis Ende Januar hielt die Begeisterung über den Kauf des Konkurrenten Steag Hamatech an. Seither bewegt sich der Singulus-Kurs zielstrebig abwärts. Und Analysten äußern sich skeptisch zu den Wachstums-Chancen des Unternehmens.

Tatsächlich hat es wieder einmal heftig zu kämpfen. Singulus bewegt sich in einem Feld, das von starken Zyklen aus zwei Richtungen geprägt ist. Zum einen sind seine Kunden vor allem die Produzenten von CD, CD-Rom und DVD. Deren Geschäft hängt vom Konsumenten-Markt mit Musik, Hörbüchern und Filmkonserven ab. Hier macht das Internet den klassischen Ton- und Bildträgern, die auf Singulus-Maschinen produziert werden, immer schärfere Konkurrenz.

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