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Deutsche Telekom verliert ihren Technologievorstand

Der einstige Hoffnungsträger Edward Kozel wird die Deutsche Telekom zum Ende des Jahres verlassen. Vorübergehend übernimmt Telekom-Chef Rene Obermann den Aufgabenbereich des Technologie- und Innovationsvorstands.
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DüsseldorfIn Bonn herrschte Euphorie, als Edward Kozel im Mai vergangenen Jahres sein Amt als Technologie- und Innovationschef bei der Deutschen Telekom antrat. „Mit ihm haben wir ein Schwergewicht der Branche gewinnen können“, freute sich Konzernchef René Obermann. Der gebürtige Kalifornier Kozel, einst Technikchef beim US-Technologiekonzern Cisco, galt als brillanter Visionär und Macher. Die Hoffnung: Er würde den Geist von Silicon Valley in der eher trägen Telekom-Zentrale heimisch werden lassen.

Daraus wurde nichts. Nach gerade einmal 18 Monaten ist Kozel gescheitert. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, hat Kozel den Aufsichtsrat gebeten, seinen bis 2015 laufenden Vertrag vorzeitig zu beenden. Das Gremium wird am 15. Dezember darüber entscheiden.

Einen Nachfolger will Obermann vorerst nicht suchen. Der Vorstandsvorsitzende will das wichtige Thema Innovationen künftig selbst in die Hand nehmen. Die Telekom wollte sich auf Anfrage nicht zu den Personalien äußern.

Kozels Abgang trifft Obermann in schwierigen Zeiten. Der geplante Verkauf der amerikanischen Mobilfunktochter T-Mobile USA droht am Widerstand des Washingtoner Justizministeriums zu scheitern. Außerdem verliert der Konzern Kunden im klassischen Festnetz. Auch in den inzwischen gesättigten Mobilfunkmärkten drücken sinkende Preise die Einnahmen der Telekom. Obermann reagiert darauf mit immer neuen Einsparungen und hält so die Gewinneinbußen in Grenzen. Was der Konzern aber eigentlich braucht, ist eine Wachstumsstrategie und zukunftsträchtige Investitionen.

Dafür hatte Obermann Kozel geholt. Der heute 56-Jährige sollte jene Strategien und Produkte entwickeln, auf die der Bonner Konzern so dringend angewiesen ist. Doch Kozel scheiterte an den starren Strukturen und den quälend langsamen Prozessen in dem Großkonzern. Zunächst, so heißt es in Unternehmenskreisen, habe der Kalifornier mit Zynismus auf die hierarchischen Abläufe und die betriebliche Mitbestimmung reagiert. Später dann sei der Zynismus in Resignation umgeschlagen.

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Neues Risiko für Obermann

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Kozel will zurück in die USA

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  • Wissen Sie Herr Obermann, ich kenne auch genügen Freelancer und Angestellte bei der Telekom, die gerne mehr machen würden. Sie sind es aber, der die Prioritäten setzten muss. Mann kann sich nicht einfach darauf berufen: „Aber er schafft es nicht, sie umzusetzen.“ Sie sind Vorstand und nachweislich schaffen Sie diese Innovationen auch nicht.

    Zeigen Sie also bitte nicht mit dem Finger auf andere, wenn sie im Glashaus sitzen.

    Ihre Beschuldigungen sind auch fehl am Platz. Nur das Ergebnis zählt und nicht ihre persönliche Betroffenheit.

    Deshalb bin ich auch nie Aktionär bei der Telekom geworden, weil man ein Unternehmen nicht mit Schuldzuweisungen erfolgreich führen kann, sondern nur in der gemeinsamen Erkenntnis, dass man die Dinge in Zukunft gemeinsam besser machen kann.

    Wer so wie Sie redet, redet wie ein Einzelgänger und wie ein typischer Unternehmensgründer in erster Generation.

  • Dieser Konzern hat bislang noch jeden, der von aussen kam um Veränderung zu bewegen, klein bekommen.

    Erstaunlich ist, das Herr Obermann nicht die Gelegenheit nutzt hier eine weitere weibliche Nachbesetzung vorzunehmen. Hat er sich doch auch im Vorfeld an die Spitze der "Diversity" Bewegung gesetzt, die im vereinfachten Maß lediglich das Geschlecht betrachtet und gekonnt mit einer Vorstandsbesetzung durch Frauen vorgaukelt, man hätte verstanden wie man Frauen erfolgreich im Unternehmen fördert...

  • Ich hatte bis vor Kurzem noch SECHS Verträge mit der Telekom. Dann habe ich die Kündigung für dem Premiumdienst 09001 erhalten, weil sich das Geschäft für die Telekom nicht lohne. Da waren es nur noch FÜNF.

    Ich habe jetzt den Mobilfunkvertrag gekündigt, weil ich diesen teuren Vertrag nicht mehr brauche, wenn die Anrufe aus der 09001-Nummer nicht mehr auf mein Mobiltelefon weitergeleitet werden müssen. ...VIER!

    Damit habe ich dann auch gleichzeitig den Kindervertrag zum Mobiltelefon meiner Tochter gekündigt, weil es vertraglich an meinem Mobilfunvertrag hängt. ...DREI

    Meinen privaten Festnetzvertrag habe ich gekündigt, weil ich dieselbe Leistung zum halben Preis bei Unitymedia bekomme. Eine ausserplanmäßige Umstellung meines privaten Vertrags in einen günstigeren Tarif hat die Telekom verweigert. ...ZWEI!

    Insgesamt hat die Telekom damit auf einen Jahresumsatz von schätzungshalber 1.500 € (netto) verzichtet.

    Jetzt gibt es noch zwei Veträge für mein Büro, die beide einen noch höheren Umsatz aufweisen. ...und ich habe einfach keine Lust mehr auf die Telekom... EINS

    ...NULL Innovation, NULL Zukunft!!!

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