Insolvente Medienfirma
Kinowelt übernimmt Konkurrenten Intertainment

Die neu aufgebaute Medienfirma Kinowelt des Münchener Unternehmers Michael Kölmel hat ihre Übernahmepläne perfekt gemacht. Sie übernimmt die Mehrheit am insolventen Konkurrenten Intertainment.

HB MÜNCHEN. „Der Vertrag ist unterschrieben“, sagte ein Kinowelt-Sprecher am Freitag. Kölmel erwerbe 50,1 Prozent an Intertainment. Es werde derzeit aber nicht daran gedacht, auf diesem Wege Kinowelt wieder an die Börse zu bringen. „Das ist nicht in der Planung“, sagte der Sprecher. Zum Preis machte er keine Angaben.

Die Münchener Kinowelt Medien AG war einer der Stars des Neuen Marktes, musste aber nach einer ungebremsten Expansion 2001 Insolvenz anmelden. Der wegen Insolvenzverschleppung und Untreue zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Kölmel und sein Bruder Rainer kauften das Kerngeschäft aus der Insolvenzmasse zurück und gründeten das Unternehmen in Leipzig neu.

Beide hatten lange geplant, das wieder aufgebaute Geschäft in den alten Börsenmantel einzubringen. Das Vorhaben scheiterte aber, weil in diesem Fall steuerliche Verlustvorträge in dreistelliger Millionenhöhe verloren gegangen wären.

Mittlerweile ist die neue Kinowelt im inländischen Filmverleih wieder die Nummer zwei unter den unabhängigen Gesellschaften hinter Constantin. Hinzu kommt das Geschäft mit der Auswertung von Filmen auf DVD.

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