Insolvenz „Frankfurter Rundschau“
Betriebsrat warnt vor Folgen für „Berliner Zeitung“

Sollte die Frankfurter Rundschau nach dem Insolvenzantrag tatsächlich eingestellt werden, hätte das Auswirkungen auf die „Berliner Zeitung“. Dort wird bisher der überregionale Zeitungsteil gemeinsam produziert.
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FrankfurtDas drohende Aus für die Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ kann nach Ansicht des Betriebsrates Folgen für die „Berliner Zeitung“ haben. „Wenn die "FR" eingestellt werden sollte, würde die gemeinsame Mantelproduktion keinen Sinn mehr machen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Marcel Bathis am Mittwoch in Frankfurt/Main. „Das hätte dann massive Auswirkungen auf die bisherigen Redaktionsgemeinschaften.“

Seit 2011 wird der Mantel der „Frankfurter Rundschau“ von der MDS-Redaktionsgemeinschaft in Berlin produziert, zusammen mit den überregionalen Seiten der „Berliner Zeitung“.

Bathis schloss für die „FR“ ein Genossenschaftsmodell nach dem Vorbild der „taz“ nicht aus. „Die Belegschaft kann sich das durchaus vorstellen.“

Der Verlag, der MDS und DDVG gehört, hatte am Dienstag Insolvenzantrag gestellt. Sollte kein geeigneter Käufer oder ein neues Modell für die linksliberale Zeitung gefunden werden, muss der Betrieb spätestens Ende Januar 2013 eingestellt werden. Bis dahin sind Löhne und Gehälter durch das Insolvenzgeld abgesichert.

Insgesamt sind 487 Mitarbeiter betroffen. Sie gaben sich in der Mittwochsausgabe der „FR“ kämpferisch und forderten ihre Leser zur Treue auf. Der Gang in die Insolvenz sei ein Schock für die Leser wie für die Belegschaft, heißt es in dem Schreiben unter dem Titel „In eigener Sache“. „Aber es ist nicht das Ende der "Frankfurter Rundschau"!“

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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