
MünchenDer Insolvenzverwalter der zusammengebrochenen Speicherchipfirma Qimonda hat seine Forderungen an den einstigen Mutterkonzern Infineon nahezu verdoppelt. Michael Jaffé veranschlage seine Forderungen an Infineon mittlerweile auf mindestens 3,35 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen, teilte der Halbleiterkonzern am Freitag mit. Bislang waren es 1,71 Milliarden Euro.
Der Insolvenzverwalter wirft Infineon schon seit längerem grobe Schnitzer bei der Ausgliederung des Speichergeschäfts vor. Der Wert des verlustreichen Geschäftsfelds habe zur Abtrennung 2006 nicht 600 Millionen Euro betragen, sondern sei sogar negativ gewesen, argumentierte er.
An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an. Die Infineon-Aktie ging in einem freundlichen Marktumfeld mit einem Minus von 0,40 Prozent aus dem Handel.
Infineon hält die Ansprüche nach früheren Angaben für unbegründet und will sich zur Wehr setzen. Der erste Gerichtstermin ist für den November 2012 angesetzt worden, nach dem Ende des laufenden Infineon-Geschäftsjahres am 31. Oktober. Bislang hat der Konzern 308 Millionen Euro für die noch anhängigen Querelen infolge der Qimonda-Pleite auf die hohe Kante gelegt.
In größeren Insolvenzverfahren sind hohe Forderungssummen nichts Ungewöhnliches. In der Regel wird der Zwist nach jahrelangem Ringen mit einem Vergleich beigelegt. (Reporter: Peter Maushagen; redigiert von Till Weber) Der Infineon-Vorstand hatte auf der Hauptversammlung im März betont, er werde den Streit notfalls durch alle Instanzen ausfechten. Vorsichtshalber habe Infineon 305 Millionen Euro zurückgestellt.

Und...wie läuft mit den Qimondaaktien, die noch in den Depots schlummern?
Es sind ein paar Jahre vergangen und es gibt immer noch nicht die Transparenz, die erforderlich wäre. Ich meine...wann werden die Aktionäre endlich entschädigt?
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