Insolvenzverwalter
„Frankfurter Rundschau“ ist nicht überschuldet

Die „FR“ hat ihren Insolvenzverwalter vorsorglich gleich selbst zum Interview geladen. Darin erklärt der Anwalt, er wüsste aktuell nichts von einer Überschuldung. Die Zahlungsunfähigkeit drohe im nächsten Jahr.
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FrankfurtDer Insolvenzverwalter der schwer angeschlagenen „Frankfurter Rundschau“ hat zur Geduld aufgerufen. „Wir wüssten aktuell nicht, dass die Zeitung überschuldet ist“, sagte der Frankfurter Anwalt Frank Schmitt in einem „FR“-Interview (Donnerstag). Der Antrag auf Insolvenz sei gestellt worden, weil 2013 die Zahlungsunfähigkeit drohe. „Es ist absehbar aufgrund der Verluste, dass in Zukunft Geld fehlen wird“, sagte er weiter.

Spätestens bis Ende Januar will Schmitt nach eigenen Angaben ein Gutachten erstellen. Darin sollen unter anderem das derzeitige Vermögen des Verlagshauses aufgelistet, die wirtschaftliche Situation bewertet und Gründe für die Krise untersucht werden. „Ein Insolvenzverfahren könnte möglicherweise dann am 1. Februar 2013 eröffnet werden“, sagte der Anwalt.

Der Verlag der „FR“ hatte am vergangenen Dienstag Insolvenzantrag gestellt. Sollte kein geeigneter Käufer oder ein neues Modell für die linksliberale Zeitung gefunden werden, könnte der Betrieb Ende Januar 2013 eingestellt werden. Bis dahin sind Löhne und Gehälter durch das Insolvenzgeld abgesichert. Insgesamt sind 487 Mitarbeiter betroffen. Der Verlag gehört dem Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg MDS und der SPD-Medienholding DDVG.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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