
MünchenDer Insolvenzverwalter der zusammengebrochenen Speicherchipfirma Qimonda verlangt vom einstigen Mutterkonzern Infineon Milliardensummen. Michael Jaffé habe seine Forderung erstmals mit 1,71 Milliarden Euro beziffert, teilte der Halbleiterkonzern am Dienstag mit.
Der Insolvenzverwalter wirft Infineon schon seit längerem grobe Schnitzer bei der Ausgliederung des Speichergeschäfts vor. Der Wert des verlustreichen Geschäftsfelds habe zur Abtrennung 2006 nicht 600 Millionen Euro betragen, sondern sei sogar negativ gewesen, habe Jaffé nun vor Gericht geltend gemacht.
Infineon habe die Forderung nun nochmals mit seinen Wirtschaftsprüfern unter die Lupe genommen. Das Unternehmen werde sich „gegen die geltend gemachten Ansprüche weiterhin energisch zur Wehr setzen“, hieß es.
In Insolvenzverfahren sind hohe Forderungssummen nichts Ungewöhnliches, in der Regel wird der Zwist nach längerem Tauziehen mit einem Vergleich beigelegt.