Integration soll 82 Millionen Dollar verschlingen
Reuters zahlt für Kauf von Moneyline Telerate 175 Millionen Dollar

Der Datenlieferant soll die Position des internationalen Nachrichten- und Informationskonzernsauf dem Rentenmarkt stärken. Zudem hofft Reuters durch diesen Zukauf besser gegen den nicht-börsennotierten Rivalen Bloomberg konkurrieren zu können.

HB LONDON. Reuters werde Moneyline Telerate bis Mitte kommenden Jahres für 175 Mill. Dollar (rund 131 Mill. Euro) vom bisherigen Mehrheitseigner One Equity Partners, einer Tochter von J.P. Morgan Chase & Co, erwerben, teilte der Konzern am Montag in London mit. Demnach zahlt Reuters 100 Mill. Dollar in Bar. Darüber hinaus gebe das Unternehmen seinen 14-prozentigen Anteil an der Telekommunikationsfirma Savvis Communications Corp ab, der nach dem Schlusskurs der Aktie vom Freitag 75 Mill. Dollar Wert ist.

Mit dem Geschäft hofft Reuters, auf den Anleihemärkten besser gegen den nicht-börsennotierten Rivalen Bloomberg konkurrieren zu können, da Moneyline Telerate mehr als 30 000 Nutzer bei gut 3. 500 Kunden mit Daten für den Rentenhandel versorgt. Reuters geht nach eigenen Angaben davon aus, über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren rund 82 Mill. Dollar für die Integration von Moneyline Telerate auszugeben. In dieser Zeit werde die Übernahme das Ergebnis je Aktie verwässern.

Der Kurs der Reuters-Aktie war wegen der Krise auf den internationalen Finanzmärkten von mehr als elf Pfund im Jahr 2001 auf weniger als ein Pfund in 2003 eingebrochen, hatte sich im Laufe dieses Jahre aber wieder erholt. Am Montagvormittag wurde die Aktie mit 372 Pence 1,02 % höher als zum Börsenschluss am Freitag gehandelt.

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