Intel-Konkurrent: Chiphersteller AMD kommt nicht aus der Krise

Intel-Konkurrent
Chiphersteller AMD kommt nicht aus der Krise

Das Jahr beginnt schlecht für den Chiphersteller AMD. Der Konzern meldet erneut einen Verlust im ersten Quartal. Doch Unternehmenschef Rory Read macht Hoffnung auf Besserung.
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Sunnyvale Der Chiphersteller AMD kommt in einem schwachen PC-Markt bisher nicht aus den roten Zahlen heraus. Im ersten Quartal gab es einen Verlust von 146 Millionen Dollar (112 Millionen Euro). Ein Jahr zuvor hatte AMD 590 Millionen Dollar verloren. Der Umsatz sackte im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar (833 Mio. Euro) ab, wie der kleinere Intel-Konkurrent nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Aktie sank nachbörslich um knapp drei Prozent.

AMD-Chef Rory Read versprach Besserung in diesem Jahr: „Wir haben unseren Umbau weitgehend abgeschlossen.“ Jetzt seien neue Produkte in der Pipeline, die das Geschäft ankurbeln würden. Neben dem schwachen PC-Markt setzt AMD unter anderem auf Spielekonsolen und sicherte sich einen Platz in Sonys anstehender Playstation 4. Laut Medienberichten kommen AMD-Chips auch in die nächste Xbox von Microsoft. Er will, dass AMD zum Jahresende rund ein Fünftel der Umsätze außerhalb des PC-Marktes erwirtschaftet.

Der Absatz von Notebooks und Desktop-Rechnern fiel im vergangenen Quartal den Marktforschern von IDC zufolge um fast 14 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor fast 20 Jahren. Bei AMD brach der Umsatz im Kerngeschäft mit Computer-Prozessoren um 37,5 Prozent auf 751 Millionen Dollar ein. Es gab einen operativen Verlust von 39 Millionen Dollar nach schwarzen Zahlen von 124 Millionen ein Jahr zuvor. Beim Branchenprimus Intel, der mehr als 80 Prozent des Marktes für PC-Prozessoren hält und bisher besser als AMD durch die Branchenflaute kam, sackte der Gewinn im vergangenen Quartal um ein Viertel ab.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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