Intel Milliardengeschäft mit der Angst

Es ist die größte Übernahme in der über 40-jährigen Geschichte von Intel: Im August fädelte der weltweit führende Chiphersteller für fast acht Milliarden Dollar den Kauf von McAffee ein, einem der wichtigsten Anbieter von Sicherheitssoftware.
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Intel-Logo: Der Chiphersteller will von den steigenden Kosten für die IT-Sicherheit profitieren. Quelle: dpa

Intel-Logo: Der Chiphersteller will von den steigenden Kosten für die IT-Sicherheit profitieren.

(Foto: dpa)

MÜNCHEN. Es hat seinen Grund, dass Intel so viel Geld ausgibt, um in ein völlig neues Feld einzudringen. Das Geschäft mit der IT-Sicherheit boomt - und wird in Zukunft noch viel wichtiger werden.

Dieses Jahr werden Unternehmen weltweit mehr als 16 Milliarden Dollar allein für Sicherheitssoftware ausgeben, nach Berechnungen der Marktforscher von Gartner ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz Krise sei das Geschäft auch 2009 um sieben Prozent gewachsen. In den nächsten Jahren werde sich der Trend fortsetzen.

Dazu kommen ungezählte Milliarden für Dienstleister - denn Software allein reicht nicht aus, um Betriebe zu schützen. "Sicherheit können Sie nicht über ein Produkt kaufen", sagt Thomas Koelzer, Vorstand der auf IT-Sicherheit spezialisierten Secunet in München. "Wichtig ist, dass die Prozesse in einer Firma stimmen." Mittelständler wie Secunet stehen im Wettbewerb mit Konzernen wie IBM, Hewlett-Packard oder Accenture. Sie alle beraten Firmen, wie diese sich am besten vor Würmern, Trojanern und anderen virtuellen Angreifern schützen können und erarbeiten entsprechende Konzepte.

Noch rätselt die Branche, was Intel mit McAfee anfangen will. Der Chiphersteller verdient glänzend an seinen Prozessoren, die in gut 80 Prozent aller Computer stecken. Software hat in dem Konzern bislang nur in Verbindung mit Chips eine Rolle gespielt.

Doch Intel weiß: Der technische Fortschritt sorgt dafür, dass Unternehmen künftig noch viel mehr für IT-Sicherheit ausgeben müssen. Schon heute steuern Manager ihre Unternehmen über Programme auf tragbaren Geräten wie Smartphones - das öffnet ganz neue Sicherheitslücken.

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