Der weltgrößte Chiphersteller Intel
prüft derzeit ob das Unternehmen rechtlich gegen die vom kleineren Konkurrenten AMD
geplante Ausgliederung von Fabriken vorgeht. Hintergrund ist ein Lizenzabkommen, das AMD
mit Intel
geschlossen hat.
HB FELDKIRCHEN/SANTA CLARA. Intel
kläre, ob die AMD
-Pläne gegen gemeinsame Lizenzabkommen verstießen, sagte ein Intel
-Sprecher am Mittwoch am Deutschland-Sitz in Feldkirchen. Die Rechtsabteilung prüfe derzeit die Verträge.
Konkret geht es um sogenannte x86-Chips, die das Herz eines jeden PC bilden. Eine sogenannte Cross-Licence-Vereinbarung ermöglicht beiden Unternehmen, Patente des jeweiligen Konkurrenten zu nutzen. Intel
-Prozessoren stecken in rund vier Fünftel aller Computer weltweit. Auf AMD
entfällt der größte restliche Teil.
Während Intel
hochprofitabel ist, arbeitet AMD
defizitär. Der kleinere der beiden Chiphersteller hatte deshalb am Dienstag bekanntgegeben, seine Fabriken in eine neue Produktionsfirma auslagern zu wollen, an der Abu Dhabi die Mehrheit halten soll. Das arabische Emirat gibt dafür über den staatlichen Technologie-Investor ATIC mehrere Mrd. Dollar.

