Intelligente Lautsprecher Warum Apples HomePod nicht dümmer als die Konkurrenz ist

Der HomePod mit dem Sprachassistenten Siri sei schlechter als die Produkte der Konkurrenz, behauptet eine Studie. Doch das stimmt so nicht.
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Kampfansage an Alexa und Co. – Jetzt kommt Apples HomePod

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San FranciscoApple ist dafür bekannt, bei der Einführung von Produkten stets eine sehr eigensinnige Strategie zu verfolgen. Dies stellt der Tech-Riese beim Verkaufsstart des HomePod erneut unter Beweis. Laut einer Studie der Investmentfirma Loup Ventures mit Schwerpunkt auf Forschung, unterstützt der smarte Lautsprecher einige zentrale Bereiche der Technologie nicht, darunter Navigation, Kalender, E-Mail und Anrufe.

Diese Design-Entscheidungen dürften dafür sprechen, dass Apple den HomePod zunächst als Lautsprecher für Musik auf den Markt bringen will. Nach Ansicht der Studienautoren sei dieses Vorhaben denn auch gelungen. „HomePod ist zweifellos der smarte Lautsprecher mit den besten Klangqualitäten“, stellen sie fest. Auch die Erfahrung der Nutzer mit dem Gerät sei „messbar besser“ als der Durchschnitt.

Siri liefere auf dem HomePod hingegen im direkten Vergleich mit Rivalen wie Alphabet oder Amazon schlechtere Ergebnisse, beklagt Loup Ventures. Apples Sprachassistentin habe nur 52,3 Prozent der insgesamt 782 Testfragen richtig beantwortet. Google Home schneide mit einer Quote von 81 Prozent erheblich besser ab, Alexa liefere immerhin in 64 Prozent der Fälle richtige Antworten.

Ein Gerät damit jedoch pauschal als „dümmer“ abzustempeln, ignoriert, dass einige Siri-Funktionen noch nicht eingebaut sind. Bereinigt hätte das Ergebnis ganz anders ausgesehen. Ohne die Testfragen aus den Bereichen Navigation, Anrufe, E-Mail oder Kalender rangierte die Antwortquote von Siri laut Loup Ventures bei 67 Prozent und damit sogar über Amazon.

Sobald Apple die fehlenden Funktionen ergänze, dürfte dies Siri weiter verbessern, bekennen die Autoren. Langfristig dürfte Apple auch kaum darum herumkommen, Siri auch auf dem HomePod einen Zugriff auf Kalender und Co. zu gewähren.

Die Studie zeigt nicht weniger als ein sehr gutes Ergebnis für Apple. Auch die finanzielle Prognose für Apples HomePod kann sich sehen lassen. Loup Ventures geht davon aus, dass sich der Hersteller mit dem neuen Produkt bis Ende 2018 ganze zwölf Prozent des weltweiten Marktanteils sichert. Damit würde der HomePod aus dem Stand heraus bei der Reichweite mehr als die Hälfte jenes Werts erobern, den Googles Assistent derzeit besitzt.

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