Interesenten stehen Schlange
MGM will wohl United Artists loswerden

Das Filmstudio United Artists steht offenbar zum Verkauf. Auch Interessenten soll es schon mehr als genug geben, schreibt eine US-Zeitung.

HB LOS ANGELES. Über den geplanten Verkauf berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung mit der Situation vertraute Personen. United-Artists-Eigentümer Metro-Goldwyn-Mayer habe das Studio in den vergangenen Monaten mehreren Hollywood-Unternehmen angeboten, um Möglichkeiten für einen Verkauf auszuloten. Wie die Personen weiter sagten, sei das Interesse dabei groß gewesen. Als Kaufpreis nannte die Zeitung 500 Mill. Dollar oder mehr.

Ein Sprecher von MGM wollte Verkaufsabsichten für die Tochter weder bestätigen noch dementieren. Schon am Donnerstag hatte die US-Zeitung „New York Post“ über einen möglichen Verkauf durch MGM berichtet.

Bislang war es meist MGM selbst, das den Besitzer wechselte. Alleine drei Mal hatte der US-Milliardär Kirk Kerkorian das Studio ge- und dann wieder verkauft. Letzter Käufer war im April 2005 der japanische Unterhaltungselektronik-Riese Sony im Verbund mit dem US-Kabelkonzern Comcast und Finanzinvestoren wie Providence, Texas Pacific und DLJ Merchant Banking Partner. Das Konsortium zahlte nach einem monatelangen Bieterkampf 4,8 Mrd. Dollar an Kerkorian. Sony gehören 20 Prozent.

MGM ist mittlerweile weit mehr als ein Hollywood-Studio. Alleine in Europa gehörden dem Unternehmen knapp 20 Fernsehsender. United Artists hat so bekannte Filme im Repertoir wie Rocky, Das Schweigen der Lämmer, Bowling for Columbine oder Thelma und Louise.

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