Interesse an Beteiligung
Blackstone schielt auf Telecom Italia

Nach dem Einstieg bei der Deutschen Telekom greift Blackstone nun noch an einem weiteren Ex-Monopolisten. Der Finanzinvestor hat Interesse an einer Beteiligung am Telekomkonzern Telecom Italia bekundet.

HB MAILAND. „Wenn die Aktionäre bereit sind zu verkaufen, sind wir interessiert. Telecom Italia ist eine großartige Gesellschaft“, sagte Blackstone-Präsident Hamilton James am Mittwoch. Blackstone müsse allerdings nicht 100 Prozent von Telecom Italia erwerben. Denkbar wäre auch eine Minderheitsbeteiligung, wobei ein starker italienischer Partner mit an Bord sein sollte.

Um eine mögliche Aufspaltung des Konzerns hatte es in der jüngeren Vergangenheit heftige Auseinandersetzungen zwischen Managern des Unternehmens und der italienischen Politik gegeben. Der frühere Chairman von Telecom Italia, Marco Tronchetti Provera, hatte Mitte September nur wenige Tage nach der Ankündigung, er wolle den Konzern in drei Unternehmen aufspalten, überraschend seinen Rücktritt erklärt. Hintergrund des Rücktritts war die zunehmend offen geführte Auseinandersetzung des bekannten Managers mit der italienischen Regierung über die strategische Ausrichtung des Telekomkonzerns.

Während am Markt die Frage gestellt wurde, warum TI die teure Reintegration des Mobilfunkgeschäftes nach nur zwei Jahren rückgängig machen wollte, äußerte sich die Regierung ablehnend zu einem möglichen Verkauf von Telecom Italia Mobile an ausländische Investoren.

James bekundete zudem Interesse an Stromaktivitäten in Italien. Blackstone sei bereits in den USA in diesem Bereich aktiv, sagte er. Sollte sich die italienische ENEL von Stromproduktions-Aktivitäten trennen wollen, dann sei der Finanzinvestor interessiert.

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