Interesse an IT-Abteilungen anderer Konzerne
T-Systems arbeitet weiter für DLR

Der bestehende Vertrag zwischen der Dienstleistungstochter der Deutschen Telekom, T-Systems, und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Betrieb der gesamten Informationstechnik wird verlängert.

HB BONN. Das Auftragsvolumen des Vertrages mit fünfjähriger Laufzeit belaufe sich auf 100 Millionen Euro, sagte T-Systems-Chef Konrad Reiss am Montag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters in Bonn.

Reiss äußerte sich zudem zuversichtlich, dass das mehrmals verschobene Maut-System für schwere Lkw nun planmäßig zum Jahresanfang 2005 in Betrieb gehen werde. „Seit März sind wir mit allen Terminen und Meilensteinen auf Pfad“, sagte Reiss. Der Manager verantwortet seit dem Frühjahr das Maut-Projekt des aus Deutscher Telekom, Daimler-Chrysler und Cofiroute bestehenden Mautkonsortiums. Wegen zahlreicher Pannen hatte sich die Bundesregierung Anfang dieses Jahres mit den Unternehmen darauf geeinigt, die Maut ab Januar 2005 zu erheben. Wegen der Pannen verlangt die Bundesregierung jedoch Schadenersatz von den Industrieunternehmen.

Interesse an IT-Abteilungen anderer Konzerne

Die auf Dienstleistungen wie Netzwerk-Service und Informationstechnik (IT) spezialisierte Telekom-Tochter T-Systems erwägt nach Reiss' Worten zudem die Übernahme von IT-Unternehmen auf dem deutschen Markt, wenn sich Gelegenheiten dazu ergeben. „Ich erwarte, dass in den nächsten 24 Monaten das eine oder andere angeschlossene IT-Unternehmen von den großen Konzernen (in Deutschland) zum Verkauf gestellt wird.“

Falls diese Firmenabteilungen im Rahmen von Outsourcing-Verträgen und Betriebsübernahmen zu wettbewerbsfähigen Konditionen auf den Markt kämen, „dann spielen wir da gerne auch mit“, sagte der T-Systems-Chef. „Aber wir zahlen in Deutschland keine strategische Prämie, dafür sind wir im Markt zu stark.“ T-Systems erlöst einen Großteil seines Umsatzes von zuletzt 10,6 Milliarden Euro mit der Muttergesellschaft Telekom und Daimler-Chrysler. Den Kauf eines direkten Konkurrenten wie Siemens Business Siemens oder Lufthansa Systems schloss Reiss aus.

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