Internationale Filmfestspiele
„Es gibt einen Run auf den Filmmarkt Berlin“

Nicht nur das Berlinale-Programm mit Superstars und vielen Premieren hat Weltformat. Die Filmfestspiele in der Hauptstadt haben sich zu einem der weltweit wichtigsten Messeplätze für Filmrechte gemausert.
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DüsseldorfBerlin ist bis zum 19. Februar wieder einmal die Welthauptstadt des Filmgeschäfts. Stars wie Angelina Jolie, Meryl Streep, Keanu Reeves oder Juliette Binoche werden über den roten Teppich zur Eröffnung der 62. Filmfestspiele schreiten – und der Berlinale damit den nötigen Glamour verleihen. 18 Filme, alle Weltpremieren, kämpfen diesmal um den begehrten Goldenen Bären.

Doch die heute startende Berlinale ist längst nicht nur ein Filmfestival. Sie ist zu einem der wichtigsten Marktplätze der Branche aufgestiegen. „Die wirtschaftliche Bedeutung der Berlinale wächst. Der europäische Filmmarkt wird immer wichtiger“, erläutert Petra Müller, Chefin der Filmstiftung NRW und frühere Geschäftsführerin des Medienboards Berlin-Brandenburg. Alle, die im internationalen Filmgeschäft wichtig sind, kommen zur Berlinale. Während in den Kinos die Filme laufen, werden in den Hotelsuiten rund um den Potsdamer Platz Geschäfte gemacht.

Alle großen Produzenten kommen zur Berlinale

Der parallel zur Berlinale laufende Marktplatz heißt European Film Market (EFM) und ist eine Art Messe für Produzenten, Filmverleiher, Rechtehändler und Drehbuchautoren. Im Martin-Gropius-Bau, ganz in der Nähe des Festivalpalasts am Potsdamer Platz, und im Berliner Marriott-Hotel treffen sich die Branchengrößen, um neue Projekte zu entwickeln sowie Filme zu kaufen und verkaufen.

Vor allem Aussteller aus den USA schätzen die Privatheit der Hotelsuiten. Auf dem EFM werden dieses Jahr über 400 Firmen aus 60 Ländern in Berlin erwartet. Alle großen deutschen Produktionsgesellschaften von Constantin Film über Bavaria bis hin zu Tele München/Concorde – diese Gruppe gehört Herbert Kloiber – sind ausnahmslos in Berlin vertreten.

Die guten Zahlen des Branchentreffs sprechen eine eindeutige Sprache. Trotz der schwierigen Konjunktur in vielen europäischen und amerikanischen Ländern wächst die Attraktivität der Berlinale als Marktplatz. „Es war für uns eine Überraschung, wie früh bereits der Filmmarkt auf der Berlinale ausgebucht war“, sagte Beki Probst, Chefin des European Film Market, dem Handelsblatt. „Es gibt in diesem Jahr einen Run auf Berlin.“

Auch kämen verstärkt Teilnehmer aus aufstrebenden Ländern zur Berlinale. Vor allem für chinesische Produzenten und Rechtehändler sei der Filmmarkt eine wichtige Plattform. Dieses Jahr sind auch wieder die unabhängigen amerikanischen Filmemacher vertreten, beispielsweise das Independent Filmmaker Project.

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