Internet-Anwendung
„Tagesschau“-App stößt auf harsche Kritik

Der Plan der ARD, eine kostenlose Internet-Anwendung ("App") für Smartphones auf den Markt zu bringen, stößt auf harsche Kritik. Nachdem bereits Springer-Chef Mathias Döpfner vor Arbeitsplatzverlusten bei den Verlagen gewarnt hatte, legte nun der Steuerzahlerbund nach. Er befürchtet steigende Gebühren.
  • 2

HB HAMBURG. Die Kritik an einer kostenlosen "Tagesschau"-Anwendung ("App") für Smartphones wächst. Der Bund der Steuerzahler kritisierte die entsprechenden Pläne der ARD scharf. "Zunächst müssen die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten ihrem Auftrag gerecht werden. Dafür, und nur dafür, bekommen sie auch die Gebühren - und zwar in der Höhe, die heute festgelegt ist", sagte der Bundesgeschäftsführer des Steuerzahlerbundes, Reiner Holznagel, der Tageszeitung "B.Z.".

"Alles, was darüber hinausgeht, und dazu beiträgt, dass die Gebühren steigen, ist strikt abzulehnen." Dazu zähle er auch Anwendungen für internetfähige Handys.

Vor einer Woche hatte ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke ein kostenloses "Tagesschau"-App für das iPhone von Apple für das erste Quartal 2010 angekündigt. Dies wurde von Verlagen wie privaten Rundfunkanstalten kritisiert.

Der Vorstandschef des Axel-Springer-Konzerns ("Bild", "Welt", "B.Z."), Mathias Döpfner, warnte vor negativen Folgen für deutsche Verlage. "Wenn sich bezahlte Applikationen auf mobilen Geräten nicht durchsetzen, wird dies Tausende Arbeitsplätze in der Verlagsbranche kosten", sagte er. Die Springer-Zeitungen "Bild" und "Welt" bieten seit Anfang Dezember eigene Apps gegen eine monatliche Gebühr an.

Kommentare zu " Internet-Anwendung: „Tagesschau“-App stößt auf harsche Kritik"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das Welt App hat gerade mal 2,5 Sterne, bei rund 330 Rezesionen. Die Kommentare reichen von Grottenschlecht bis Katastrophal. Weniger der inhalt als die technisch mangelhafte Umsetzung. Verpatzter Einstieg in ein neues Medium; da hat Herr Döpfner zu recht Angst vor der Konkurenz die billiger und kaum noch schlechter sein kann...

  • im Prinzip ja richtig, dass gebührenfinanzierter Rundfunk sich an seine zentralen Aufgaben halten soll. Wenn ich jedoch ein gutes App für meine Rundfunkgebühren bekomme ist dagegen nichts einzuwenden. - Das App von der Welt hat übrigens nur schlechte Kritiken bekommen; inhaltlich und technisch. Typisch deutsche Verlage die plötzlich ihre Felle davonschwimmen sehen und dann hektisch und diletantisch was trendiges machen wollen. - Wenn ihr wirklich gut seit, dann braucht ihr euch nicht vor einem ARD App fürchten...- Apple ist schließlich auch nicht der günstigste PC oder MP3 Player...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%