Internet
Bieterkampf um Clearwire

Die Kaufinteressenten für die Internet-Firma Clearwire schaukeln sich mit ihren Angeboten gegenseitig hoch. Das Unternehmen hätte nach dem letzten Gebot einen Börsenwert von 6,5 Milliarden Dollar.
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BangaloreDie Bieter für das Internet-Unternehmen Clearwire schaukeln sich immer stärker hoch. Nachdem mit Sprint zuletzt schon der drittgrößte Mobilfunker der USA sein Angebot aufgestockt hatte, zog nun der Satellitenfernsehen-Betreiber Dish nach. Dish bietet je Aktie mittlerweile 4,40 Dollar, womit Clearwire mit 6,5 Milliarden Dollar bewertet wird. Sprint hatte erst in der vergangenen Woche seine Offerte auf 3,40 Dollar pro Anteilsschein angehoben. Sprint kontrolliert bereits mehr als die Hälfte der Clearwire-Papiere.

Clearwire besitzt ein wichtiges Mobilfunkspektrum. Die Handynetz-Betreiber müssen sich die Frequenzen unter anderem mit Fernseh- und Radiostationen, der Feuerwehr und der Flugsicherung teilen - dementsprechend teuer und begehrt sind die Nutzungsrechte. Je mehr Frequenzen ein Mobilfunkbetreiber hat, desto mehr Kunden können gleichzeitig telefonieren oder im Internet surfen. Sprint benötigt die Frequenzen von Clearwire, um weiter wachsen zu können.

Pikant ist der Bieterkampf um Clearwire auch, weil Dish parallel gerade versucht, Sprint zu übernehmen. Hier sitzt das Geld noch lockerer. Dish bietet 25,5 Milliarden Dollar. Allerdings ist auch der japanische Mobilfunker Softbank an Sprint interessiert und will für 70 Prozent 20,1 Milliarden Dollar zahlen.

Dish übertrifft mit seinem neuen Angebot die Sprint-Offerte um fast 30 Prozent. Clearwire-Aktien zogen im außerbörslichen Handel in den USA um 23 Prozent auf 4,23 Dollar an. Ein Clearwire-Sprecher sagte, das Management werde die Dish-Offerte prüfen. Bislang unterstützt Clearwire den Sprint-Vorstoß. (Reporter: Garima Goel; geschrieben von Christian Krämer, redigiert von Christian Götz)

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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