"Internet Facts" der AGOF
Eine Studie soll die gesamte Online-Werbung beflügeln

Lange hat es gedauert, nun ist sie da: die Studie „Internet Facts“, die die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) am Mittwochabend auf der Online-Marketing-Messe in Düsseldorf vorgestellt hat. Das Werk könnte der Werbung im Internet zum Durchbruch verhelfen.

DÜSSELDORF. Denn nun stehen den Werbetreibenden erstmals ausführliche Angaben zu den Nutzern einer Website zur Verfügung, etwa deren Alter oder Interessen. Entsprechend genau können Werber damit ihre Anzeigen schalten; Streuverluste werden vermieden. Die Werbung erreicht diejenigen, für die sie bestimmt ist. Damit zieht das Internet mit Print und Rundfunk gleich, für die es ähnliche Studien schon lange gibt.

Für die Online-Werber könnte die Studie der AGOF einen Ausweg aus ihrem bisherigen Nischendasein bedeuten. Schon in diesem Jahr prognostiziert der Bundesverband Digitale Wirtschaft eine Umsatzsteigerung der Branche um 35 Prozent. Im vergangenen Jahr legte sie erst um 30 Prozent zu. Durch die Studie hoffen die Online-Vermarkter auf einen weiteren Popularitätsschub.

Von den werbetreibenden Firmen wird die Studie positiv aufgenommen. „Wenn wir wissen, dass wir unsere Zielgruppen im Internet erreichen können, werden wir auch mehr investieren“, sagte Jendrik Michel, Online Media Manager beim Konsumgüterriesen Procter & Gamble.

In der AGOF sind alle wichtigen Anbieter und Vermarkter von Internetservices in Deutschland zusammengeschlossen. Gemeinsam erreichen sie etwa 90 Prozent der Nutzer. Der Weg zur ersten Regelstudie war nicht leicht. 2002 schlossen sich die größten Inhalteanbieter im Internet zur Arbeitsgemeinschaft Internet Research (Agirev) zusammen, aus der später die AGOF wurde. Zwar veröffentlichte die Gruppe seitdem häufiger Zwischendaten, die erste Regelstudie „Internet Facts 2005-II“ gab es aber erst jetzt. Von nun an sollen im Quartalsturnus neue Daten folgen.

Laut „Internet facts“ nähert sich die Gemeinde der Internetznutzer immer weiter dem Durchschnitt der Bevölkerung an. Waren es früher hauptsächlich junge Männer, die ins Internet gingen, findet man heute Männer und Frauen jeden Alters im WWW. Besonders die Generation bis 29 Jahre scheint ohne das Internet nicht mehr auskommen zu können – gerade einmal fünf Prozent nutzen das Internet nicht. Im Durchschnitt surft jeder täglich 74 Minuten im Internet.

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